Und dann heißt es anstrengen: Ab Freitag schreiben die Abiturienten ihre Prüfungen. foto: dpa

Tipps für die Abiturienten

Tipps fürs Abitur: ablenken und entspannen 

Für über 300 angehende Abiturienten wird es morgen ernst: Denn am Freitag beginnen die ersten Prüfungen in Mathematik. Was man für den letzten Tag noch beachten sollte, verrät Schulpsychologin Kristina Albrecht.

Bammel vor den anstehenden Prüfungen, das haben die Schüler der drei Gymnasien, Josef-Effner (135 Prüflinge), Ignaz-Taschner (171 und neun Externe) und dem Gymnasium Markt Indersdorf (139 Prüflinge) wohl alle. Denn morgen startet die Abiturprüfung im Fach Mathematik. Schulpsychologin Kristina Albrecht weiß von der Nervosität der Schüler. Sie ist bereits seit 2004 am Ignaz-Taschner-Gymnasium.

„Am letzten Tag vor einer Prüfung sollte man kein Buch mehr in die Hand nehmen. Lernen ist da eher kontraproduktiv“, erklärt sie. Ruhe ist das oberste Gebot. Am besten schon einmal mental auf die bevorstehende Prüfung vorbereiten. Den Bleistift spitzen, Lineale zurechtlegen, Tasche packen. Ein heißes Bad nehmen, sich mit einem spannenden Schmöker auf die Couch kuscheln oder aber sich mit Freunden treffen: „Jeder sollte das tun, wovon er weiß, dass es ihn beruhigt.“

Wichtig ist auch, früh schlafen zu gehen. Denn es hilft, „ausgeruht in den wichtigen Tag zu starten“. Wer Probleme hat, einzuschlafen, könnte zum Beispiel einen Baldrian-Tee trinken. „Das ist ein homöopathisches bewährtes Hausmittel. Wer aber als Kind gerne heiße Milch mit Honig getrunken hat und das mit guter Erinnerung verbindet, kann auch darauf zurückgreifen.“ Wichtig sei, das zu tun, wovon man weiß, dass es einem gut tut, so Albrecht.

Dann: Den Wecker stellen, „am besten noch die Eltern als Hintergrundweckdienst instruieren, dass man beruhigt einschlafen kann“. Am Tag der Prüfung vielleicht ein paar Minuten früher als sonst aufstehen, so dass man sich gemütlich und ganz in Ruhe bei einem ausgewogenen Frühstück entspannen kann. Wer mit Bahn oder Bus zur Schule fährt, sollte vielleicht einen früher nehmen, und auch mit dem Auto gilt: Lieber Stau und anderen Unwägbarkeiten aus dem Weg gehen.

In der Schule angekommen, bleibt das oberste Gebot: Ruhe bewahren. „Auch von Schulkameraden nicht verrückt machen lassen. In den letzten zehn Minuten vor der Prüfung lässt sich eh nichts mehr lernen“, sagt Albrecht. Einen letzten Tipp hat sie aber noch: „Aufregung ist ganz normal und sogar gut für die Konzentration“, so die Schulpsychologin. „Denn Aufregung fördert die Konzentration und geistige Leistungsfähigkeit.“ Und hat man erstmal das Blatt umgedreht und mit der ersten Aufgabe begonnen, legt sich diese meist eh.

Also: Viel Glück.

Regina Peter

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