Ksenia auf einem Twitter-Foto.

Sie sollte bei "Newtopia" mitmachen

Dachauerin fliegt aus Sat.1-Show

Berlin/Dachau - Wenn im Februar die spektakuläre neue Sat.1-Show "Newtopia" startet, dann sollte eigentlich auch eine Dachauerin dabei sein. Doch jetzt ist sie rausgeflogen.

Schöne, neue Welt und das nur bei Sat.1. Ab 23. Februar will der Münchner Privatsender werktags immer um 19 Uhr über „Newtopia“ berichten, den Ort, an den er 15 Menschen geschickt hat, die eine neue Gesellschaft mit eigenen Gesetzen etablieren sollen. Unter dem Motto „Alles auf Anfang“ beginnen sie für ein Jahr lang ein neues Leben. „So ein Format kommt nur alle fünf bis zehn Jahre auf den internationalen Markt“, sagte Sat.1-Geschäftsführer Nicolas Paalzow am Dienstagabend in Hamburg.

Der Sender bewirbt es als das „größte TV-Experiment aller Zeiten“. Bei Königs Wusterhausen südöstlich von Berlin bekommt die Crew eine unbeheizte Scheune gestellt, zwei Kühe, einige Hühner und etwas Ackerboden. Außerdem stehen laut Sat.1 Anschlüsse für Gas, Wasser und Strom zur Verfügung, aber keine Betten, Duschen, Möbel oder Toiletten. Als Startguthaben erhalten die „Pioniere“, wie die Teilnehmer genannt werden, 5000 Euro. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, können sie in Geschäftsbeziehungen mit der Außenwelt treten.

Dachauerin nicht dabei

Eigentlich sollte auch Ksenia Jerochin dabei sein. Die 23-Jährige, Ex-Stripperin aus Dachau, war bereits in der RTL-Show "Adam sucht Eva" zu sehen (hier gibt's die Bilder), ging dort nackt auf Bräutigam-Schau. Gegenüber unserer Onlineredaktion plauderte sie im November ganz offen aus, dass sie bei "Newtopia" mitmache und sich riesig freue. "Wir müssen unser Leben komplett aufgeben", erklärte sie seinerzeit. "Wir haben ein Jahr lang keinen Kontakt zur Familie. Zudem habe ich ja eine Künstleragentur. Diese wird vorübergehend stillgelegt, eine Partneragentur übernimmt."

Doch das Geplapper war der Produktionsfirma wohl zu viel. Nach Ksenias Angaben wurde sie deswegen auch aus der Show gestrichen. "Ich hab Scheiße gebaut, ich durfte nichts erzählen", sagt sie jetzt. Und ihren Angaben zufolge gebe es noch einen zweiten Grund. "Die Produktionsfirma sagte mir, dass ich schon zu bekannt bin."

Dass das TV-Experiment ohne sie stattfindet, nimmt sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge hin. Natürlich wär's eine tolle Chance gewesen. Aber: "Mir wurde auch davon abgeraten, wenn ich zurückkomme, habe ich ja nichts mehr." Und generell hat sie ja noch Alternativen am Laufen. "Ich habe noch andere Projekte dieses Jahr. Mindestens zwei. Jetzt sage ich aber wirklich nichts mehr."

lin mit Material von dpa

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