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Adventssingen lässt den Alltag vergessen

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Beim Adventssingen: Sprecher Gerhard Holz (links) mit dem Starnberger Dreigsang. Foto: GH
Beim Adventssingen: Sprecher Gerhard Holz (links) mit dem Starnberger Dreigsang. Foto: GH

Altomünster - Siegfried und Gisela Bradl hatten erneut das Adventssingen in Altomünster organisiert. Zum 32. Mal war es eine Stunde in besinnlicher Atmosphäre, die den Alltagsstress für kurze Zeit vergessen ließ.

Die Sitzplätze in der Altomünsterer Pfarrkirche reichten bei weitem nicht aus für die vielen Besucher, die zum 32. Adventssingen gekommen waren. Siegfried und Gisela Bradl hatten die Veranstaltung erneut organisiert, und Pater Robert dankte ihnen bei der Begrüßung dafür besonders. Denn „Es ist nicht einfach über drei Jahrzehnte hinweg Gruppen zu finden, die diese besinnliche Stunde, diese Einstimmung in die Vorweihnachtszeit gestalten“. „Lassen wir uns von der Vorfreude aufs Kind anstecken“, ermutigte der Geistliche und wünschte allen ein frohes Fest und ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Die Bläsergruppe um Sepp Schweighart eröffnete das Programm, das dann knapp zwei Stunden lang das Gotteshaus mit Musik erfüllte. Mit klaren vollen Tönen setzten die Bläser einen besonderen Akzent in diesem Adventssingen - wie immer, schon seit dem ersten Mal. „Tautet Himmel, den Gerechten“, sangen alle Anwesenden dann aus vollen Kehlen, ehe sie sich auf das Zuhören verlegten. Für Sprecher Gerhard Holz aus München war es eine besondere Stunde - auch der Erinnerung. Denn er hatte 2004 schon einmal mitgemacht, damals beim Feldmochinger Dreigsang und mit der allseits beliebten, bereits verstorbenen Sprecherin Hedi Heres. Deshalb sei es für ihn eine besondere Ehre an diesem Tischchen zu sitzen. „Jetzt ist die Zeit, wo man nachsinniert an den trüben Tagen, wo der Tag so kurz ist und darum alle so gern aufs Licht schauen“ , bemerkte er. Er brachte die Heilige Luzia ins Gespräch, das Kerzenlicht und viele Brauchtümer rund um den Advent und die nahende Weihnacht.

Das „Frauentragen“, das auch in Altomünster noch praktiziert wird, war ein Beispiel davon. Dabei nehmen die Familien für eine Nacht Maria und Josef in ihrem Haus auf, halten eine kleine Andacht und geben die Figuren dann weiter zur nächsten Herberge.

Die Herbergssuche war auch eines der Themen, das die Arnzeller Sänger aufgriffen. „Wer tritt im Morgenschein zu mir ins Kammerl“, fragten sie nach wie einst Maria bei der Verkündigung des Engel Gabriels. Sie machten sich in ihrer Liedauswahl auch auf den Weg zur Einschreibung, auf Geheiß des Königs. Sigi Bradl begleitete die kräftigen Stimmen an der Zither. Schöne musikalische Akzente setzte die „Sommerhäusl-Musi“ mit den Hackbrettern, den Gitarren und dem Kontabass und schuf eine Atmosphäre, die den Alltagstress vergessen ließ.

Erstmals wirkte auch die Zwoadrittel-Musi in der Besetzung Geigen, Klarinette, Harfe und Kontrabass mit, die adventliche Stimmung zum Klingen zu bringen und ergänzte sich mit dem Starnberger Dreigsang, der als gemischter Chor mit wohlkingendem Gesang aufwartete. Besonders die sehr hohe und feine Stimme des Sängers beeindruckte. Sie gab dem Gesang eine besondere Note, selbst als sie von der kalten Winternacht sangen. „Ich grüße dich Maria“ hieß es in einem ihrer Lieder, und die Muttergottes stand wohl zu recht im Mittelpunkt des vorweihnachtlichen Geschehens. Die Einstimmung auf Weihnachten war allen Mitwirkenden auch bei 32. Adventssingen vortrefflich gelungen. (gh)

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