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Einig in der Krise: Die von Vereinschef Jakob Schnell (stehend) und Kassier Alfred Kneißl (vorne sitzend) vorgeschlagene Beitragserhöhung ab 2017 wurde mit großer Mehrheit akzeptiert.

STV erhöht Beiträge

Verein hat finanzielle Sorgen

Ainhofen - Kassier Alfred Kneißl schlägt Alarm: 2015 haben die Einnahmen nicht ausgereicht, um die Ausgaben des STV Ainhofen zu decken. Jetzt muss der Verein seine Beiträge erhöhen.

Seit 35 Jahren gibt es in Ainhofen den Stammtischverein, und seit dieser Zeit sorgt der Verein Jahr für Jahr für zahlreiche Freizeitaktivitäten. 164 Mitglieder zählt er, bisher gab es nie finanzielle Probleme. Diese sorglosen Zeiten sind vorbei. Immer mehr Einnahmen fallen für den Verein weg.

Bei der Jahreshauptversammlung, die von 63 Mitgliedern besucht wurde, schlugen Vereinschef Jakob Schnell und Kassier Alfred Kneißl Alarm: 2015 haben die Einnahmen nicht ausgereicht, um die Ausgaben zu decken. Das Minus von 637 Euro sei zwar noch gering und somit nicht der Hauptgrund warum der Vorstand der Versammlung vorschlug, den Jahresbeitrag der Mitglieder von 15 auf 20 Euro zu erhöhen. Dieser Schritt ist laut Kassier Kneißl nicht zu vermeiden, weil die Einnahmen, die man früher durch die Hallenfeste und später durch das beliebte Oktoberfest in Kleinschwabhausen hatte, künftig fehlen. Die vorgeschlagene Beitragserhöhung ab 2017 begeisterte zwar wenige, wurde aber schließlich mit großer Mehrheit beschlossen. Kassier Kneißl gab zu bedenken, dass es schon 13 Jahre her ist, dass letztmals die Vereinsbeiträge erhöht wurden.

Insider wissen, dass Ursache des finanziellen Problems eine risikoreiche Anlage von Vereinsgeldern war. Doch das liegt fast zehn Jahre zurück und lässt sich nun nicht mehr ändern. So gab es auch kaum Kritik am Vorstand.

Vielmehr versuchen die Mitglieder gemeinsam einen Weg zu finden, wie sie die Finanzen wieder aufbessern könnten. Sie diskutierten lange, welche Aktivitäten künftig gestrichen werden sollten. Sie waren sich schließlich einig, weiterhin am gemeinsamen Volksfestbesuch in Indersdorf festzuhalten, obwohl es jedes Jahr pro Mitglied ein halbes Hendl und eine Mass Bier gibt. Festhalten will der Verein auch an der jährlichen Frühjahrswanderung, die stets mit einer Brotzeit für die Teilnehmer belohnt wird.

Einsparen kann man also nur beim Ausflug. Die Mitglieder einigten sich dahingehend, dass der STV nur mehr alle zwei Jahre zum Vereinsausflug bittet. In den Jahren ohne STV-Ausflug springt die örtliche Feuerwehr als Ausflugsveranstalter ein, so dass die meisten Mitglieder dennoch weiterhin an kostenlosen Ausflügen teilnehmen können.

Was die traditionelle Volksfestfahrt angeht, führten unterschiedliche Meinungen zur terminlichen Gestaltung zu einer längeren Diskussion. Die Mehrheit der Mitglieder sprach sich gegen einen Volksfestbesuch am Abend aus. Also startet der Volksfestbus heuer am Vatertag bereits um 11 Uhr. Ob auch wieder ein Bus zum Besuch eines Christkindlmarktes eingesetzt wird, ist noch nicht entschieden. Fest steht aber, dass es im Laufe des Jahres wieder ein großes Watt-Turnier geben wird. Und auch die ersten Sponsoren für die Watt-Preise stehen schon fest: Hans Hechtl erklärte, eine halbe Sau zu stiften. Daraufhin erklärte sich auch STV-Chef Schnell bereit, die andere Schweinehälfte zu zahlen.

Gemeinderat Werner Scheib regte an, sich Gedanken zu machen, wie langfristig die finanzielle Lage im Verein in Griff zu bekommen ist. Dabei kam er zu dem Schluss: „Ohne ein Fest, das Geld abwirft, geht es nicht".

ost

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