Aktive Schule darf erweitern

Umbau, Nutzungsänderung und Anbau

Petershausen – Einstimmig haben die Mitglieder des Petershausener Bauausschusses den Antrag von Ferdinand Kloiber als Hauseigentümer und der Aktiven Schule in der Jetzendorfer Straße 6 auf Umbau, veränderte Nutzung sowie Anbau eine Traktes auf der Ostseite genehmigt.

Aus einer ins Haus integrierten Garage im nordwestlichen Gebäudeteil am Hubertusweg soll in Zukunft ein Kindergartenraum werden. Die benachbarten Räume sollen umgestaltet werden. Im östlichen Teil weicht das bestehende Nebengebäude einem Anbau. Dort entstehen laut der vorgelegten Planungen im Erdgeschoss drei Klassenräume, ein Multifunktionsraum und eine Toilettenanlage.

Auch das Obergeschoss wird erweitert. Aus der bestehenden Wohnung wird ein Pausenraum, ein Abstellraum, die Behinderten-Toilette und die Schulküche, denn die Aktive Schule kocht selbst täglich frisch.

Im östlichen Anbau sollen im Obergeschoss ein zusätzlicher Klassenraum und ein Bühnenraum Platz finden.

Die Baumaßnahmen sollen in mehreren Abschnitten erfolgen. Zuerst geht es an den östlichen Anbau. Alles andere erfolgt dann schrittweise. Am Ende werden der Aktiven Schule Räume für drei Kindergartengruppen und fünf Schulklassen zur Verfügung stehen. Das ist die Basis für die bereits genehmigte Mittelschule. Der Raum für die erste Kindergartengruppe soll noch in den Sommerferien fertig werden.

Eine Klippe bei dem ganzen Konzept war die Frage der Stellplätze. Laut Stellplatzverordnung der Gemeinde Petershausen hätte die Aktive Schule 49 Stellplätze nachweisen müssen. Doch es lassen sich auf dem Grundstück nur 47 unterbringen. Da vier Lehrkräfte zu Fuß kämen, weil sie in der Nähe wohnten und mit der Bahn und vom Bahnhof zu Fuß kämen, würden derzeit ohnehin weniger Stellplätze gebraucht. Deshalb sei es vertretbar, nur 15 statt der vorgeschriebenen 17 zusätzlichen Stellplätze zu erstellen. Außerdem entlaste die weiterführende Schule die Gemeinde, so Bürgermeister Marcel Fath (FW).

An den Stellplätzen stieß sich dritter Bürgermeister Josef Gerer (CSU): „Neulich haben wir erst die Stellplatzsatzung für Grundschulen geändert und jetzt fehlen schon wieder zwei Stellplätze. Warum hat man nicht gleich für die Aktive Schule eine Befreiung ausgesprochen?“

Fath verteidigte sich und die Bauverwaltung: „Damals lag der Bauantrag noch nicht vor. Daher konnten wir die Information auch noch nicht geben. Im Übrigen wollten wir der Aktiven Schule nur etwas Gutes tun.“

„Das will ich auch“, erwiderte Gerer. „Trotzdem ist das eine ungute Sache und sollte nicht mehr vorkommen.“ Fath: „Wenn wir’s verhindern können, dann gerne.“ Der Bürgermeister erteilte ausnahmsweise Ferdinand Kloiber das Wort, der im Publikum saß: „Bevor die Feuerwehr nicht da war und das Projekt beurteilt hat, konnten wir den Antrag noch gar nicht stellen.“

Gerer monierte, so habe der Ausschuss das Thema zweimal auf dem Tisch. Aber er räumte ein, dass Kloiber nichts dafür könne.

rds

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