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Altlastenbeseitigung auf dem Dachauer MD-Gelände kostet Millionen

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Dachau - Die Altlastenbeseitigung auf dem ehemaligen MD-Gelände wird eine immens teure Angelegenheit. Gutachter Axel Christmann will sich nicht festlegen. Im Bauausschuss des Dachauer Stadtrats aber sprach er am Dienstag von „deutlichen Millionenbeträgen".

Christmann hat in den vergangenen Jahren mehrere Gutachten erstellt und ermittelt, wo es Belastungen gibt und wie hoch diese sind. Das Gelände ist nahezu komplett versiegelt. So lange die Altlasten unter der Asphaltdecke bleiben, sind keine Maßnahmen nötig. „Man kann das Gelände momentan so lassen“, sagte Christmann. Wird die Versiegelung aber aufgebrochen, sieht es anders aus. Dann müssen bei der Analyse und bei der späteren Beseitigung des Bodens und der Bausubstanz der angebrochenen Gebäude viele Auflagen beachtet und befolgt werden. Und das kostet Geld.

Das MD-Gelände ist nicht überall gleich stark belastet. Als bedenklich bezeichnete Christmann nur einen Teil des ehemaligen zentralen Werkbereichs. Dort befinden sich vor allem Reste von Lösungsmitteln und Mineralöl im Boden und im Grundwasser. Dieser Teilbereich ist etwa 10 000 Quadratmeter groß.

Aktuell gibt es einen Kaufinteressenten, der sich mit dem Gedanken trägt, das MD-Gelände von Myllykoski oder dem Nachfolge-Eigentümer UPM zu erwerben und zu bebauen. „Dieser Investor wird wissen wollen, was ihn die Altlastenentsorgung kostet“, sagte Prof. Günter Heinritz (SPD) im Bauausschuss. Wen er darauf die Antwort bekommen hat, stellt sich die nächste und entscheidende Frage: Ist der Kauf des MD-Areals für dann noch wirtschaftlich? (mm)

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