+
Das sind die fünf neuen Freien Wähler: Stefan Gailer, Michaela Daurer, Susanne Luz, Florian Metzger und Sebastian Huber (v.l.). 

Allen ist vor allem Nachhaltigkeit wichtig - Fünf neue Freie Wähler im Gemeinderat Altomünster

Fünf neue Freie Wähler haben den Einzug in den Marktgemeinderat geschafft. Hier stellen sie sich vor.

Altomünster – Zehn Sitze und damit so viele wie aktuell schon, haben die Freien Wähler von Altomünster bei der Kommunalwahl im März erobert. Neu dazugekommen ist allerdings mit Michael Reiter der Bürgermeisterposten. Er hat ja bekanntlich Anton Kerle von der CSU abgelöst.

Nach wie vor mit dabei sind Hubert Güntner, Manfred Keller, Michael Stich, Elisabeth Glas und Markus Hagl.

Zwischen Glas und Hagl haben sich Stefan Gailer und Michaela Daurer geschoben und damit einen guten vorderen Platz auf Anhieb erreicht.

Stefan Gailer ist Architekt und Energieberater aus Plixenried. Der 38-Jährige wurde direkt von Michael Reiter um die Kandidatur gebeten. Schon Stefan Gailers Vater Michael saß 18 Jahre für die Freien Wähler im Marktgemeinderat. Gailer liegt die nachhaltige Ortsentwicklung des Hauptortes und der Ortsteile am Herzen. Das bedeute, neue Baugebiete zu erschließen, aber auch Bestand zu verdichten. „Es ist doch eine sympathische Lösung, wenn eine Familie ihr Haus für den Nachwuchs aufstocken darf“, meint Gailer.

Nach seinem Bachelorabschluss als Architekt hat er noch ClimaDesign studiert und will seinen Schwerpunkt darauf legen, ressourcenschonend zu planen. Auch der Ausbau von Lehrstellen in ortsansässigen Betrieben ist Stefan Gailer wichtig. Seine Präferenz würde Gailer auf den Bauausschuss legen.

Michaela Daurer aus Hohenzell ist 39 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern und Inhaberin des Telekom-Ladens am Marktplatz Altomünster. Als gebürtige Altomünsterin will sie die Entwicklung der Gemeinde aktiv mitgestalten. Vor allem der Einzelhandel, das Gewerbe und Bürgernähe sind ihr ein Anliegen. Ihr Motto lautet daher: „Vor Ort leben und nicht nur dort wohnen.“ Dazu gehöre für sie „auch ein aktives Vereinsleben sowie die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Senioren und der Erhalt von Tradition und Brauchtum“. Michaela Daurer freut sich, dass sie es gleich auf Anhieb in den Gemeinderat geschafft hat und auf ihre neue Aufgabe. Parteiübergreifend sieht sie „ein tolles Team, mit dem wir gemeinsam mit unserem neuen Bürgermeister die nächsten Jahre einiges bewegen können“.

Von Platz 12 vorgewählt wurde Susanne Luz aus Pipinsried. „Dass ich so gut abschneide, war aus meiner Sicht nicht absehbar“, sagt sie ganz bescheiden. Und weiter: „Jetzt will ich natürlich auch das Beste daraus machen. Ideen habe ich viele.“

Susanne Luz ist verheiratet und Mutter eines kleinen Sohnes. Das zweite Kind erwartet sie im Sommer. Die Maschinenbautechnikerin ist durch ihre vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten im Markt sehr verwurzelt. Ihr Hobby ist die Musik, außerdem engagiert sie sich bei der Pflege von Biotopen. Luz: „Die Natur und Umwelt vor unserer Haustür liegt mir schon immer sehr am Herzen und auch deren Erhalt für kommende Generationen. Darum möchte ich mich im Gemeinderat für Nachhaltigkeit, Regionalität und Ressourcenschonung einsetzen.“

Florian Metzger hat nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann auf der BOS sein Abitur nachgeholt, BWL und Elektrotechnik studiert und ist jetzt im Controlling bei BMW tätig.

Dem 29-jährigen Altomünsterer liegen gleich mehrere Themen am Herzen, wie er sagt, vor allem aber die zukünftige Entwicklung der Marktgemeinde unter anderem, was Energieversorgung und Energiewende betrifft. „Weiterhin möchte ich mich dafür einsetzen, dass wir unseren Kindern in Altomünster einen bezahlbaren und hochwertigen Lebensstandard gewährleisten können.“

Ihm sei es wichtig, „dass wir als Gemeinderat in Summe zum Wohle der Gemeinde die bestmöglichsten Entscheidungen effizient und zielführend umsetzen können“, so Florian Metzger, der sich auch im Vereinsleben einbringt.

Sebastian Huber rutschte als Nachrücker in den Gemeinderat, nachdem Michael Reiter sein Mandat als designierter Bürgermeister angenommen hatte.

Der verheiratete Schreiner und Holztechniker aus Schmarnzell wurde vom scheidenden Gemeinderat Johannes Öttl angesprochen, ob er nicht kandidieren wolle. Und da sagte Huber sofort zu. „Ich hatte schon vor längerer Zeit mit dem Gedanken gespielt, ob ich mich ehrenamtlich auf kommunalpolitischer Ebene engagieren möchte“, erklärt Sebastian Huber. Er möchte gern Verantwortung übernehmen. Einsetzen möchte er sich besonders für die kleinen umliegenden Ortsteile in der Gemeinde und die dort ansässigen Vereine, die den Zusammenhalt untereinander und das Dorfleben prägen. „Ebenso möchte ich, dass das Bauen für die jungen Einheimischen in den Ortsteilen weiter ermöglicht und vereinfacht wird“, betont Huber, der berufsbedingt für nachhaltiges Bauen plädiert. Auch die Landwirtschaft ist sein Thema.

Wie sehr sich Sebastian Huber über sein Mandat freut, zeigt sein Resümee: „Es ist schon jetzt eine tolle Lebenserfahrung.“ SABINE SCHÄFER

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trotz Corona: Stadt will Weihnachtsstimmung retten
Trotz Corona: Stadt will Weihnachtsstimmung retten
Pflegedirektorin verlässt Klinikum - nach nur einem Jahr
Pflegedirektorin verlässt Klinikum - nach nur einem Jahr
Frau randaliert in Tankstelle und verletzt drei Polizisten
Frau randaliert in Tankstelle und verletzt drei Polizisten
Corona-Teststation am Indersdorfer Volksfestplatz eröffnet
Corona-Teststation am Indersdorfer Volksfestplatz eröffnet

Kommentare