In der Schulturnhalle wurden die elf neuen Gemeinderäte vereidigt.
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In der Schulturnhalle wurden die elf neuen Gemeinderäte vereidigt.

Konstituierende Sitzung

Güntner und Riedlberger sind die Stellvetreter von Bürgermeister Michael Reiter

In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats Altomünster wurden Hubert Güntner und Josef Riedlberger zu Michael Reiters Stellvertreter als Bürgermeister gewählt.

  • Der Gemeinderat Altomünster hat seine konstituierende Sitzung abgehalten.
  • Darin wurden die Stellvertreter von Bürgermeister Michael Reiter gewählt. 
  • Für die nächste Legislaturperiode sind das Hubert Güntner und Josef Riedlberger. 

Altomünster – Ruhig und gut vorbereitet meisterte Altomünsters neuer Bürgermeister Michael Reiter (Freie Wählergemeinschaft Altomünster) am Dienstagabend die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats.

Nach seiner eigenen Vereidigung durch den langjährigen und ältesten Gemeinderat Josef Riedlberger (wir haben berichtet) durfte er mit der Vereidigung der elf neu gewählten Gemeinderäte selbst das Ruder in die Hand nehmen.

Auch in der aktuellen Legislaturperiode gibt es zwei Stellvertreter für Michael Reiter. „Das ist mein persönlicher Wunsch“, betonte der Bürgermeister. Altomünster sei eine wachsende Gemeinde mit mehr Anforderungen. Mit zwei Stellvertretern könne man Termine auf mehrere Schultern verteilen.

Persönlicher Wunsch von Michael Reiter wurde respektiert

Der Beschluss darüber war zwar einstimmig, doch hätte die CSU-Fraktion den dritten Bürgermeisterposten anfangs für nicht unbedingt notwendig erachtet. In den Sondierungsgesprächen hatte sie als zweitstärkste Fraktion mit neun Räten Josef Riedlberger oder Roland Schweiger als zweiten Bürgermeister ins Spiel gebracht. „Zwei kompetente Gemeinderäte mit der längsten Erfahrung im Gremium“, hatte es vor der konstituierenden Sitzung in einer Erklärung der CSU-Fraktion geheißen. Doch habe man – wie berichtet – den persönlichen Wunsch Michael Reiters respektiert, dass Hubert Güntner erster Stellvertreter wird. Am Dienstagabend begründete der neue Gemeindechef seinen Wunsch nochmals damit, dass Güntner mit 3564 Stimmen die meisten Stimmen nach ihm selbst (4442 Stimmen) erzielt und vor sechs Jahren als Gegenkandidat für Anton Kerle angetreten sei. In dieser Zeit habe Güntner viele Schulungen besucht. „Er scheint mir damit fachlich sehr geeignet zu sein“, erklärte Michael Reiter. Güntner erhielt in geheimer Wahl 17 von 21 Stimmen und natürlich am Ende Applaus und Glückwünsche.

Als dritten Bürgermeister schlug Michael Reiter Josef Riedlberger als das mithin erfahrenste Ratsmitglied vor.

Bürgermeister Michael Reiter nahm seinen Stellvertretern Hubert Güntner und Josef Riedlberger (v.l.) den Eid ab

„Der dritte Bürgermeister soll den gleichen Stellenwert haben wie der zweite“

Martina Englmann präzisierte diesen Vorschlag aus Sicht der CSU-Fraktion. Riedlberger bringe nicht nur 24 Jahre Gemeinderatserfahrung mit, sondern als Umweltreferent und Mitglied in vielen Ausschüssen auch große Sachkenntnis. „Es ist uns schwer gefallen, den zweiten Bürgermeisterposten abzutreten. Aber wir haben gesagt, wir wollen gut zusammenarbeiten“, so Englmann. Deswegen sei es wiederum der Wunsch der Fraktion gewesen, dass der dritte Bürgermeister den gleichen Stellenwert hat wie der zweite. „Michael wird ihn gleichwertig informieren und einbinden“, betonte Englmann auch.

Susanne Köhler (FDP) hätte es hingegen „gut gefallen, wenn eine erfahrene Dame vorgeschlagen worden wäre“. Immerhin gibt es aktuell acht Frauen im Gremium „Das sehe ich auch so. Aber die entsprechende Person muss auch zur Verfügung stehen“, meinte Michael Reiter. Am Ende gab es für Josef Riedlberger 14 Stimmen.

Roland Schweiger und Manfred Keller werden alle drei Bürgermeister vertreten

Sollten alle drei Bürgermeister verhindert sein, werden sie vertreten durch die weiteren dienstältesten Räte. Dies sind Roland Schweiger (CSU, 18 Jahre) und Manfred Keller (FWG, 12 Jahre).

Zur Fraktionssprecherin der CSU wurde Martina Englmann benannt, für die FWG-Fraktion Hubert Güntner. Eine Fraktion besteht aus mindestens drei Gemeinderatsmitgliedern. Ein Beschluss war nicht notwendig. Ein Bericht zu Ausschüssen und Geschäftsordnung folgt.

Sabine Schäfer

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