Mann sticht mehrmals auf Münchner (17) ein - Er schwebt in akuter Lebensgefahr - der Grund macht sprachlos

Mann sticht mehrmals auf Münchner (17) ein - Er schwebt in akuter Lebensgefahr - der Grund macht sprachlos
+
Familienfoto per Selbstauslöser im Wohnzimmer: Manuel und Michaela Betl mit Hebamme Elke Schäl und den Kindern.

Familie Betl aus Altomünster

Leben in der Großfamilie mit sieben Kindern: „Es findet sich immer jemand zum Spielen“

  • schließen

So manche Eltern kommen mit ein, zwei oder drei Kindern gelegentlich schon ganz schön ins Schwitzen. Michaela und Manuel Betl wirken dagegen ganz entspannt – und sie haben sieben Kinder. Die 31-jährige Mutter erzählt vom Alltag ihrer Großfamilie.

Altomünster„Die sieben Zwerge sind vollständig!“, verkünden Michaela und Manuel Betl. Der siebte Zwerg der Familie, das ist Maresa – nach Marina (9), Marian (8), Marlon (6), Milian (4), Milina (3) und Marlies (1,5). Die Familienplanung ist nun abgeschlossen – „zwangsläufig“, wie Mama Michaela (31) lachend hinzufügt. „Wir haben sieben Kinderzimmer, und unser Auto ist ein Neunsitzer.“ Denn Michaela Betl selbst hätte auch nichts gegen ein oder zwei weitere Kinder. „Meine Freundinnen sagen immer, das spürt man, wenn die Familie komplett ist. Aber ich merk nichts.“

Während die 31-Jährige das erzählt, sitzt Milina auf ihrem Schoß. Marlies beschäftigt Papa Manuel, der zur Zeit in Elternzeit ist. Der 32-Jährige spielt mit ihr in der Küche. Auf der Couch liegt die neugeborene Maresa auf einem Stillkissen und schläft. Milian und Marlon spielen in ihrem Zimmer im Obergeschoss der Doppelhaushälfte in einem Neubaugebiet in Altomünster. Marina und Marian sind noch in der Schule, müssten aber jeden Moment heimkommen. Im Ofen bruzzelt ein Nudelauflauf.

Großfamilie mit sieben Kindern in Altomünster:  „Es findet sich immer jemand zum Spielen“

„Mein Wunsch war es immer schon, Mama zu werden“, erzählt Michaela Betl. Und für Papa Manuel war auch klar, dass er Kinder will. Nur wie viele Kinder sie haben wollten, darüber gab es keine Pläne. „Nach der ältesten Tochter kamen drei Jungs, und wir wollten gerne noch ein Mädchen.“ Daraus wurden dann doch zwei weitere Töchter. „Und nach dem Gleichstand kam jetzt eben noch ein Mädchen.“

Familienfoto per Selbstauslöser im Wohnzimmer: Manuel und Michaela Betl mit Hebamme Elke Schäl und den Kindern, die die Mutter kurz charakterisiert. Marina (links oben) ist die Ersatzmama, die alles im Griff hat und sich mit viel Liebe und Geduld um alles und jeden kümmert. Marian (rechts oben) ist der Coole, der auch gerne das Vorbild und der Anführer der Truppe ist. Marlon (vorne links) ist jemand, der die Mama gerne bei allen Tätigkeiten unterstützen möchte – egal ob aufräumen, wischen, Wäsche aufhängen oder Kartoffelschälen, er ist bei allem mit vollem Eifer dabei! Milian (vorne rechts) ist der Rabauke, der gerne laut spielend durch die Gegend springt und voller Energie jeden Qua tsch ausprobiert und mitmacht! Milina (vorne Mitte) ist die Prinzessin, die gerne von allen betüttelt wird und es liebt, wenn sich alles um sie dreht! Marlies (vor dem Papa) ist die eigentliche Chefin, die sich in jeder Situation versucht durchzusetzen. Maresa (auf Mamas Arm) ist das Getümmel schon vom Bauch aus gewöhnt und lässt sich durch nichts und niemand aus der Ruhe bringen – sie genießt ihren Schlaf auch, wenn um sie herum Party ist. 

So entspannt wie Michaela Betl wirkt, sagen viele Menschen, dass ihre Kinder ja bestimmt ganz brav seien. Aber: „Es sind ganz normale Kinder“, so die siebenfache Mutter. Eines ihrer Kinder sei immer ein bisschen schwieriger, in einer Phase – das liege einfach am Alter, denn diese Eineinhalbjährigen sind einfach am anstrengendsten – zur Zeit ist es Marlies. „Aber das bleibt ja nicht so.“

Und das Praktische ist bei so vielen Kindern: „Es findet sich immer jemand zum Spielen.“ Rollenspiele lieben die Kinder der Familie Betl. Die Große, Marina, kümmert sich darum, dass alle Kinder eine Rolle kriegen, bezieht auch die Kleinsten mit ein. „Marina ist die Ersatzmama, die alles managt und gerne gschaftlt“, berichtet Michaela Betl. Marina weiß, wo die Anziehsachen sind, schlichtet Streit zwischen den Kleineren und liebt es zu helfen. „Und alle kleineren Geschwister lieben Marina, alle wollen neben ihr sitzen.“

Sobald Marina und Marian von der Schule heimkommen, trägt Marina immer entweder Milina oder Marlies auf dem Arm herum. Oder Maresa, das Neugeborene, das zwischendurch quengelt. Bald kriegt sie Hunger und muss gestillt werden.

Familie mit sieben Kindern: „Beim ersten Kind hab ich noch versucht, alles elternzeitschriftmäßig zu machen“

„Beim ersten Kind hab ich noch versucht, alles elternzeitschriftmäßig zu machen, 20 Minuten lang stillen, erst die eine Brust, dann die andere, den Rhythmus beibehalten“, erzählt Michaela Betl. „Aber genießen konnte ich es nicht so wie heute!“ Bei jedem Kind wurde die junge Mutter entspannter, jede Schwangerschaft war schöner. „Und mehr Kinder bedeutet nicht mehr Stress“, findet die 31-Jährige. „Ob drei oder sechs Kinder – bei uns läuft es auch nicht anders ab als woanders.“

„Morgens ist Papa der Erste, der aufsteht“, sagen Marina und Marian einstimmig. Manuel Betl macht Frühstück für die Schulkinder, dann werden die Kindergartenkinder geweckt. „In Etappen frühstücken ist entspannter“, sagt Manuel Betl. Der 32-Jährige ist Geschäftsführer einer Karlsfelder Firma, die Audio-, Video- und Medientechnik anbietet. Er bringt Marlon, Milian und Milina in den Kindergarten und fährt weiter in die Arbeit.

Mutter Michaela versucht am Vormittag, den Haushalt auf Vordermann zu bringen, um am Nachmittag Zeit für die Kinder zu haben. Putzfrau oder Haushaltshilfe haben die Betls nicht, auch niemanden, der die Kinder betreut.

Um 12 Uhr holt sie die Kinder vom Kindergarten ab, „die Kleinen schlafen auf dem Weg dorthin im Kinderwagen ein“. Zu Hause kocht sie, die Großen kommen von der Schule, und alle essen gemeinsam. Nach dem Essen machen die Großen Hausaufgaben. Marina geht in die vierte Klasse, Marian in die dritte. „Beide machen das zum Glück total selbstständig“, sagt die Mutter.

Die Kleinen spielen in der Zeit, wenn möglich draußen: Der Garten, der relativ klein ist, ist ein einziges großes Spielgerät: mit Rutsche, Tunnelrutsche, Kletterwand, Übergang zu einem Häuschen, überdachtem Sandkasten. Nach den Hausaufgaben stoßen die Großen dazu – und sie spielen alle zusammen. „Sie haben jetzt wochenlang Harry Potter gespielt, sich verkleidet und aus Stöcken Zauberstäbe geschnitzt! Jetzt spielen sie Cowboys, basteln sich Hüte und Pistolen.“ So schön sie miteinander spielen, so wenig funktioniert das Fernsehen: „Das gibt nur Streit, weil sie sich nicht einigen können, was geschaut werden soll. Die einen wollen Paw Patrol, die anderen Leo Lausemaus – da bin ich total gestresst“, erzählt die temperamentvolle Mutter. Wenn sie mal dringend etwas in Ruhe erledigen muss, schaltet sie daher nicht den Fernseher ein, sondern schickt dann lieber alle raus oder nach oben in die Zimmer. „Und ich sage: Ihr kommt bitte nur runter, wenn die Feuerwehr kommen muss!“ So wissen alle, dass sie sich untereinander einigen müssen und nicht wegen jeder Kleinigkeit die Mama rufen – und so sind auch schon die Kleinsten sehr selbstständig.

Urlaub mit sieben Kindern: Thailand oder Alm in Österreich?

Einen Ausflug machen die Betls gerne an Orte, die nicht so überlaufen sind. Spaziergänge durch den Wald lieben alle. Hier können sich die Kinder stundenlang beschäftigen. Ausflüge in einen Indoorspielplatz werden dagegen lieber vermieden. „Ich hasse es, wenn noch hunderttausend andere um uns herumrennen.“ Deswegen fällt es Michaela Betl auch schwer, Urlaube zu genießen, wo viele Menschen um sie herum sind. Sie waren mal in der Türkei, und einen Urlaub haben sie schon vor gut einem Jahr als kinderreichste Familie gewonnen: in Bodenmais. „Der beste Urlaub war die eine Woche auf der Alm in Österreich – weil da sonst nichts war!“, erzählt die 31-Jährige. Michaela Betl konnte entspannen, lesen, während die Kinder spielten, im Heu tobten, über die Wiesen rannten.

Vergangenen Sommer hatten die Betls eine besondere Reise vor: nach Thailand. „Wir haben unseren Plan, weiß zu heiraten, umgeworfen und wollten für das Geld einen besonderen Urlaub machen“, erklärt Michaela Betl. Doch kurz bevor es losging, wurde Michaela wieder schwanger: mit Maresa. „Wir haben uns gedacht, dass die Kinder jetzt bestimmt traurig sind, wenn wir nicht fliegen werden, aber Marina hat gesagt: Das wäre ja eigentlich unfair gewesen, weil das Baby im Bauch ja gar nichts mitgekriegt hätte von der Reise.“ So haben die Betls den Urlaub einfach verschoben.

Zurück zum Alltag. Am Nachmittag stehen ab und an Arzttermine auf dem Programm – „mit zwei Brillenträgern, und einer hat einen schiefen Zeh“. Und da müssen dann halt immer alle mit. Die Großen sind außerdem eingespannt mit ihren Hobbys: Marina macht Karate, Theater AG, Tanzen und Reiten. Marian Karate, Tennis und Theater AG. Wenn die Großen im Karate sind, macht Mutter Michaela den Großeinkauf – dann ist Papa Manuel schon daheim bei den Kleinen.

Um 17.30 Uhr gibt’s Abendessen, danach gehen alle ins Bett. „Die Großen lesen noch, aber um 18.30 Uhr liegen alle im Bett.“ Dann hätten Michaela und Manuel Betl eigentlich Zeit für sich – „wenn wir nicht immer noch so ein kleines Stillkind hätten“.

Maresa ist jetzt vier Wochen alt. Sie ist das vierte Kind der Betls, das zu Hause geboren wurde. „Weil das dritte so schnell kam, habe ich mir überlegt, dass ich lieber eine geplante Hausgeburt möchte, als auf dem Weg ins Krankenhaus das Kind zu bekommen.“ Hebamme Elke Schäl unterstützte Michaela Betl bei der Geburt.

Familie aus Altomünster: „Wenn ich gewusst hätte, dass es sieben Kinder werden, hätte ich mit dem M nicht angefangen“ 

Auch der Name des siebten Kindes musste natürlich mit M beginnen. „Es fing damit an, dass ich immer schon eine Marina haben wollte – das wusste ich schon mit 12“, erklärt Michaela Betl. Aber erst, als es um die Namensfindung von Marian ging, „haben wir uns bewusst für einen Namen mit M entschieden“. Lachend fügt die Mutter hinzu: „Wenn ich gewusst hätte, dass es sieben Kinder werden, hätte ich nicht damit angefangen!“ Aber konsequent sind die Betls: Der Hund heißt Mala, die Katze Muffin.

Nun sitzen alle Kinder am Tisch. Marlies quengelt, weil Milina ihre Gabel hat. Marina tauscht sie aus – jetzt sind alle glücklich. Die neunjährige Marina will später auch Kinder: dreimal Drillinge.

Gute Nachrichten gibt es derweil aus der Schlosswirtschaft Mariabrunn, denn dort steht nun fest, wann Wiedereröffnung ist, berichtet Merkur.de*. Aus Dachau gibt es ebenfalls Gastro-News: Die Macher der Restaurantkette „Effe & Gold“ eröffnen in der Schleißheimer Straße das Restaurant „Rind & Rebe“*. Und noch eine kulinarische Neuerung: Foodtrucks kommen in Dachauer Altstadt! „Bayerischer Döna“ macht den Anfang, berichtet Merkur.de*.

Eine irre Verfolgungsjagd mit der Polizei lieferte sich am Sonntag ein betrunkener Lehrer aus Dachau auf der A8, berichtet Merkur.de*. Wie Merkur.de* berichtet, beschäftigt die Polizei im Landkreis Dachau derzeit ein dreister Diebstahl: Eine Tasche mit mehreren tausend Euro hat ein unbekannter Täter in Schönbrunn dem Wirt der dortigen Gaststätte geraubt - blitzschnell, während der Mann ins Auto stieg.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mann rast mit Kleinbus bei 50 km/h in Haus der Ex-Freundin: Jetzt zeigt er Reue
Mit einem Auto ist im Sommer 2018 ein Mann in Markt Indersdorf im Landkreis Dachau absichtlich durch die Terrassentür in ein Haus gerast. Jetzt beginnt der Prozess.
Mann rast mit Kleinbus bei 50 km/h in Haus der Ex-Freundin: Jetzt zeigt er Reue
Von fliegender Flasche getroffen: Radler verletzt
Ein Radler aus Garching ist am Ostermontag von einer aus einem Auto geworfenen Flasche getroffen und verletzt worden. Die Polizei sucht nun nach dem Werfer.
Von fliegender Flasche getroffen: Radler verletzt
Bürgermeister Fath vertröstet Anwohner
In einem offenen Brief sichert Bürgermeister Marcel Fath (FW) den Anliegern des Neubaugebiets Rosenstraße einen „konstruktiven und offen geführten Dialog“ zu.
Bürgermeister Fath vertröstet Anwohner
PS-starke Ami-Schlitten und heiße Harleys in Schönbrunn
Das erste US-Car-Treffen im Franziskuswerk Schönbrunn hat die Erwartungen weit übertroffen.
PS-starke Ami-Schlitten und heiße Harleys in Schönbrunn

Kommentare