Staatsstraße 2047 

Antrag der FWG - Marktgemeinde will die Generalsanierung

Die Staatsstraße 2047 in Altomünster ist in einem schlechten Zustand. Deshalb möchte die Gemeindeverwaltung mit einem Schreiben die Sanierungsmaßnahmen fordern.

  • Die Staatsstraße 2047 in Altomünster ist in einem schlechten Zustand.
  • Deshalb hat der Gemeinderat nun einen Antrag der FWG behandelt.
  • Der besagt, dass die Gemeindeverwaltung mit einem Schreiben an das Staatsministerium die nötigen Sanierungsmaßnahmen fordern soll. 

Altomünster – Bereits im Oktober 2019 hat die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft Altomünster den schlechten Zustand der Staatsstraße 2047 im Gemeindebereich Altomünster bei einem Gespräch im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr thematisiert. Im Dezember wurde das Problem nochmals aufgenommen und im Februar in einen Antrag gepackt. Diesen hat der neue Gemeindechef Michael Reiter in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats auf die Tagesordnung gesetzt.

Reiter klärte das Gremium darüber auf, dass Anlass des Gesprächs bei der Behörde die „sehr unbefriedigende Situation“ beim Ausbau der Staatsstraße von der Gemeindegrenze Erdweg/Altomünster bei Kleinberghofen bis Xyger sei. Unbefriedigend war auch das Gespräch an sich. Denn man habe ihm erklärt, so Reiter, dass die Generalsanierung in der Prioritätenliste abgerutscht sei. Demnach werde 2021 nur das seit Langem geplante Teilstück zwischen Pfaffenhofen und Wollomoos realisiert. Trotz der Rückstufung will die FWG an der Generalsanierung mit Entschärfung der gefährlichen Kuppe hinter Wollomoos (Richtung Xyger) festhalten.

„Unser Bereich ist schließlich auch dringend“

Der Regierungsbezirk Schwaben hat es besser getroffen. Hier wird der Ausbau der mittlerweile 40 Jahre alten Staatsstraße von Klingen bis zur Regierungsbezirksgrenze nach Xyger im kommenden Jahr begonnen.

Das Ministerium habe Reiter aber geraten, die Umsetzung und Realisierung aller Maßnahmen explizit in einem Schreiben zu fordern. Die Zustimmung dafür wollte sich der Bürgermeister jetzt beim Gemeinderat holen. „Unser Bereich ist schließlich auch dringend“, betonte er.

Ausbau der Strecke ist nötig, da sie ein Unfallschwerpunkt ist

Dies fand auch die CSU-Fraktion. Martina Englmann als Fraktionssprecherin machte jedoch deutlich, dass man eventuell die Taktik ändern und vor allem den Dachauer Landrat Löwl sowie MdL Bernhard Seidenath einbinden solle. Dritter Bürgermeister Josef Riedlberger (CSU) sprach von einem „Angriff“ aller Regierungsbezirke auf den Finanztopf des Straßenbauamts. Dabei sei der Ausbau der Staatsstraße auf oberbayerischer Seite im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke geblieben. Riedlberger schlug daher vor, die beiden Regierungsbezirke – Oberbayern und Schwaben – sollten sich zusammentun und die Maßnahme gemeinsam angehen. Dem hielt Michael Reiter das „starre System der Prioritätenliste“ entgegen. Reiter bat auch darum, den Antrag „nicht zu zerreden, nur weil er von der Freien Wählergemeinschaft ist“. Der Ausbau sei nötig, weil die Strecke ein Unfallschwerpunkt sei.

Marianne Kerle, CSU-Rätin aus Wollomoos, zeigte sich trotzdem nicht angetan vom Antrag. Sie befürchtet, in der Behörde könne Unmut entstehen, sodass vielleicht sogar der Ausbau zwischen Pfaffenhofen und Wollomoos scheitere. „Der Spatz in der Hand ist mir lieber als die Taube auf dem Dach“, begründete sie am Ende ihre Ablehnung. Sie war aber die einzige Gegenstimme. 

Sabine Schäfer

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