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Was wird aus dem Kloster, fragen sich nicht nur die Stumpfenbacher.

Erste Bürgerversammlung hat Themen, die in der Gemeinde Altomünster wichtig sind

„Holzweg“ lässt weiter auf sich warten

Gleich die erste von insgesamt acht Bürgerversammlungen hatte mehrere Themen, die in der Gemeinde Altomünster immer präsent sind: „Holzweg“, Naturbad und Kloster.

Stumpfenbach Sehr aufmerksam hörten die 25 Stumpfenbacher und Deutenhofener den Ausführungen aus dem Gemeindeleben zu, die Bürgermeister Anton Kerle in seiner ersten Bürgerversammlung in diesem Jahr vorbrachte. Auch zahlreiche Gemeinderäte waren ins Sportheim gekommen.

Gleich zwei heiße Eisen fasste Josef Lugmair in der Diskussion an. „Wie geht es eigentlich unserem ,Holzweg’?“, wollte er wissen. Gemeint ist die geplante Verbindungsstraße zwischen dem Gewerbegebiet in Altomünster und der Staatsstraße 2047 in Unterzeitlbach, die vor Jahren in Angriff genommen wurde, aber seither ruht. „Wir haben dazu immer noch die Klage wegen dem Naturschutz am Hals“, betonte Bürgermeister Kerle. Endlich sei es auch gelungen, Kontakt mit der zuständigen Richterin aufzunehmen, die signalisierte, dass bis zum Ende des ersten Quartals 2020 der Fall behandelt werde.

„Die Trassenführung ist noch nicht ganz geklärt“, ergänzte der Bürgermeister und erklärte, dass man ohne Rechtssicherheit nicht weitermachen werde und könne.

Lugmair fragte auch nach dem in Aussicht gestellten Naturbad, von dem man ebenfalls nichts mehr höre. Hier machte der Gemeindechef erstmals Hoffnung, dass es doch noch etwas werden könnte. Durch den Beitritt zum Naturerholungsflächenverein in Dachau, der sich auf Erholungsgebiete spezialisiert hat, habe ein Schwimmbad eine echte Chance bekommen, verwirklicht zu werden. Die Gemeinde müsse den Grund stellen, der Verein würde den Bau und die Anlage übernehmen. Letztlich sei dann die Marktgemeinde gemeinsam mit dem Landkreis Dachau für die Pflege zuständig. „Es wäre eine tolle Sache, wenn es klappen würde“, erklärte Anton Kerle, doch im Moment sei das Ergebnis noch offen.

Nachdem noch ein zweites Hundeklo in Richtung Erlau gewünscht wurde mit dem Hinweis, dass aber die gefüllten Beutel dann nicht in die freie Landschaft fliegen sollten, bemängelte Andreas Eberle, dass das Geländer an der Brücke zur Weilerstraße immer noch nicht errichtet wurde. Außerdem wurde von Reinhard Keller erneut angesprochen, dass bei der Ringstraße in Deutenhofen unbedingt für die Radfahrer eine Beschilderung nötig sei, damit sie wissen, wohin der Weg geht. Außerdem wäre es gut, wenn die Löcher in der Straße wieder einmal zugemacht würden. „Als Sofortmaßnahmen kann man sie schon flicken“, betonte der Bürgermeister, doch sollte man vielleicht dort einmal „was Gescheites“ machen.

Hildegard Eberle fragte, ob es ein Verzeichnis gibt, welche Obstbäume in der Flur beerntet werden dürfen. Grundsätzlich erklärte Anton Kerle, darf an diesen Obstwiesen, die bei der Flurbereinigung angelegt wurden, für den Eigenbedarf auch etwas gepflückt werden.

Ein sehr brisantes Thema lag Hildegard Eberle ebenfalls am Herzen: wie es mit dem Altomünsterer Kloster weitergeht und ob die Gemeinde dabei eingebunden sei. Für die Pfarrei sei dies eine sehr unbefriedigende Situation, meinte sie, zumal längst dringend ein Pfarrheim gebraucht würde. Bürgermeister Kerle konnte dazu erklären, dass nach wie vor aus dem Kloster ein Exerzitienhaus entstehen soll, von einer anderen Verwendung habe er noch nichts gehört. Allerdings gab er auch zu verstehen, dass die ganze Angelegenheit eine Sache der Kirche sei. Er selbst würde nach wie vor den Klosterstadel als idealen Ort für das Pfarrheim finden, meinte aber sehr deutlich: „Es wird wohl länger dauern, wie wir erhoffen!“

Im Moment, so hieß es zudem, weise die Klostermauer in der Kirchenstraße statische Mängel auf, weshalb der Fußweg gesperrt bleiben müsse. Um die Mauer zu stützen, werden demnächst Bigpacks dort aufgestellt, damit die Mauer von der Klosterseite her genau untersucht und dann entsprechend gehandelt werden könne.

Gisela Huber

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