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Altomünster sagt Ja zum Ruftaxi

Zwei-Stunden-Takt ist „nur bedingt attraktiv“

„Noch sind wir in der Abfragerunde“, betonte Altomünsters Geschäftsleiter Christian Richter zum Sachstand des Bedarfsverkehrskonzepts im Landkreis Dachau in Zusammenarbeit mit dem MVV.

Altomünster – Dazu gehören die Ruftaxis, die vor ein paar Jahren schon einmal im Altomünsterer Gemeindegebiet verkehrten, aber nicht ausreichend angenommen und daher wieder eingestellt wurden – anders als in Gemeinden wie Petershausen oder Hebertshausen. In seiner letzten Sitzung nahm der alte Marktgemeinderat einen erneuten Anlauf und stimmte einem Landkreiskonzept mit Ruftaxis einmütig zu.

Ein Ruftaxi hat keinen regulären Fahrplan. Jemand, der in einer abgelegenen Ortschaft wohnt, kann den Kleinbus mit etwa acht Sitzplätzen per Telefon oder online bei einem Taxi- oder Busunternehmen an eine Regionalbus- oder spezielle MVV-Ruftaxihaltestelle ordern.

Die Fahrtkosten entsprechen dem MVV-Tarif. Die Grundversorgung auf Kosten des Landkreises sieht Betriebszeiten montags bis freitags von 5 bis 22 Uhr vor, samstags von 7 bis 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 20 Uhr. Sollten Gemeinden Bedarf bis 24 Uhr sehen, wird ihnen dies in Rechnung gestellt – mit Kosten von etwa 12 000 Euro im Jahr, wie Richter darstellte.    

Laut Landkreiskonzept sollen alle Ortschaften ab 200 Einwohnern bedient werden. Das Netz besteht aus elf Korridoren, sprich Strecken, auf denen neun Fahrzeuge verkehren sollen. Bei den Korridoren werden unter anderem das vorhandene Angebot im Regionalverkehr oder Anschlüsse zur S-Bahn berücksichtigt.

Ein Haken an dem Altomünsterer Korridor: Hier gibt es Ruftaxis lediglich im Zwei-Stunden-Takt. „Das ist nur bedingt attraktiv“, meinte Christian Richter mit Blick auf andere Strecken mit einem Stunden-Takt. Möchte Altomünster auch so einen Rhythmus, muss es den selber tragen. Wie viel der Stunden-Takt kostet, steht jedoch noch nicht fest. Im Landratsamt habe man von einem „höheren fünfstelligen Betrag mit eventueller Förderung gesprochen“, so Richter.

Angesichts der ungewissen Kostensituation einigten sich die Altomünsterer Räte auf die Grundversion. Erweiterungen wurden vorerst nicht gewünscht. Die Kosten für dieses Konzept belaufen sich auf rund 730 000 Euro. Davon übernimmt der Landkreis 600 000 Euro. Den Rest teilen sich die Gemeinden, die das Zusatzangebot annehmen. 

sas

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