Gut ausgestattet ist bereits der Informatikraum der Schule Altomünster.
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Gut ausgestattet ist bereits der Informatikraum der Schule Altomünster.

Projekt „digitales Klassenzimmer“ in Altomünster ist fast vollendet

Das Projekt „Digitales Klassenzimmer“ an der Grund- und Mittelschule Altomünster startet in die voraussichtlich letzte Phase.

Altomünster – Für die Mittelschule hat der Schulverband 2019 bereits neun Klassenzimmer mit digitalen Tafeln, Lehrerlaptops und Dokumentenkameras ausgestattet. Dazu wurden 90 Schülerarbeitsplätze eingerichtet. Damals war man noch von neun Klassen ausgegangen. Nach der aktuell vorliegenden Fünf-Jahres-Statistik für die Mittelschule werden bis zum Schuljahr 2025/2026 aber maximal sechs Klassen erwartet, so dass sogar bei Bedarf im Grundschulbereich ausgeholfen werden kann, erklärte Geschäftsleiter Christian Richter in der jüngsten Schulverbandsversammlung.

Die Corona-Pandemie hat die Anschaffung weiterer Hard- und Software sowie den Aufbau der Vernetzungs-Infrastruktur an der Schule stark beschleunigt (wir haben berichtet). Im vergangenen Jahr hat der Schulverband nämlich das gleiche Maßnahmenpaket für die Grundschule und den Informatikraum umgesetzt. Hier rechnet Richter bis zum Schuljahr 2025/2026 maximal mit 13 Klassen. Deswegen soll die weitere Ausstattung im Grundschulbereich auf maximal 14 Klassen beschränkt bleiben.

Bis zum Herbst dieses Jahres sollen nun alle Klassen- und Fachräume mit der noch fehlenden Hard- und Software aufgerüstet werden. Insgesamt werden heuer 16 Tafeln mit Beamern und Lautsprechern angeschafft, 16 Lehrerlaptops und die gleiche Zahl an Dokumentenkameras. Zudem werden 30 weitere Schülerarbeitsplätze geschaffen.

Dafür rechnet der Schulverband heuer mit Kosten in Höhe von 160 000 Euro. Der Freistaat fördert das Projekt voraussichtlich mit 80 Prozent. Noch unklar ist, ob der Kauf der Lehrerlaptops Sache des Schulverbands oder des Freistaats ist. 21 Laptops sind bereits bestellt und sollen im Mai geliefert werden.

Als „große Herausforderung“ sehen Altomünsters Bürgermeister Michael Reiter (FWG) und Markus Hertlein, Bürgermeister der Mitgliedsgemeinde Hilgertshausen-Tandern, die Netzwerkbetreuung, den Unterhalt und mögliche Ersatzbeschaffungen. „Bis das alles läuft, wird mir noch angst und bange“, meinte Michael Reiter. „Das ist fast die IT-Struktur eines mittelständischen Unternehmens“, erklärte auch Markus Hertlein mit dem Hinweis, dass man dafür „mindestens eine Vollzeitstelle“ benötige.

Das Gremium zeigte sich trotz mancher Bedenken einverstanden mit dem Maßnahmenplan und beschloss einstimmig die Ausschreibung dafür. Alles in allem zeigte sich der Altomünsterer Gemeindechef zufrieden. „Wir haben dann einen mehr als ordentlichen Zustand.“ Bis zum 1. September soll alles installiert sein. „Ohne Gewähr“, betonte Christian Richter.

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