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Leisteten hervorragende Arbeit beim Weihnachtskonzert: die Bläser des Musikvereins Altomünster.

Weihnachtskonzert des Musikvereins Altomünster

Musikverein lässt Melodien hören und fühlen

Gute Tradition hat das Weihnachtskonzert des Musikvereins Altomünster am zweiten Weihnachtsfeiertag. Mit Schwung und schönen Melodien lassen Zuhörer und Musiker so das alte Jahr ausklingen.

Altomünster – Wie hieß es so schön im Programmblatt des Musikvereins zu seinem diesjährigen Weihnachtskonzert: „Musik bedeutet nicht nur zu hören. Musik kann man fühlen.“ Und das konnte man in der Tat zwei Stunden lang in der gut besuchten Schulturnhalle, und zwar in einer kunterbunten Reihenfolge von Melodien, bekannter und unbekannter Natur, die aber allesamt das Publikum restlos begeisterten.

Vorstand Michael Güntner begrüßte alle Gäste, ganz besonders aber die Bürgermeister Anton Kerle und Josef Wiedmann, Dr. Markus Hertlein (Hilgertshausen), Altbürgermeister Konrad Wagner, Bezirkstagspräsident Josef Mederer, die Ehrenmitglieder des Vereins und nicht zuletzt die Abordnungen aus Bonstetten, Langenpettenbach und der umliegenden Blaskapellen. Unter Applaus wurde Dirigent Joseph Rast empfangen, der seine jungen Musiker den ganzen Abend lang sehr gut im Griff hatte. Man konnte spüren, wie viel Probenarbeit hinter den einzelnen Stücken gestanden hat. Die informativen und humorvollen Ansagen übernahmen die Jugendlichen selbst.

Zu hören gab es musikalische Highlights des dreieinhalb Stunden langen Films „Exodus“, den Ernest Gold über den Nahostkonflikt 1947 inszeniert und an dessen Problemen sich bis heute fast nichts geändert hat. Wie ein Wirbelwind wirkten dagegen die „Ungarischen Tänze Nr. 5 und Nr. 6“ aus der Feder von Johannes Brahms, die Dirigent Joseph Rast für die Altomünsterer Musikanten speziell bearbeitet hat. Für die Bläser war dies auch ein kleiner Dank dafür, dass sie 2019 bei der Fahrt zur ungarischen Partnergemeinde Nagyvenyim dabei sein durften und das ungarische Temperament dort selbst erleben konnten.

Danach wurde der Königin der Liebe und Schönheit, der „Aphrodite“, in der Ouvertüre von Franz Watz gefrönt und geschmeichelt, ehe das begeisterte Publikum mit einen Konzert für Hackbrett-Solo in die Pause gespielt wurde. Joseph Rast hatte das Stück ein Jahr zuvor komponiert, das von Rita Pfisterer wunderbar vorgetragen wurde. Gegen die Hörner, den Bass sowie die Holzbläser kam sie sehr gut an, doch mit ihren flotten Gegenmelodien im dritten Teil des Stückes musste sie doch gegen die Lautstärke des Orchester ein bisschen kämpfen.

Nachdem sich die Gäste und Spieler alle mit Getränken und kleinen Brötchen gestärkt hatten, waren sie bereit für den bekannten „Florentiner Marsch“ von J. Fucik, bei dem vor allem die Klarinetten im Trio mit sehr weichen Tönen gefordert waren.

Noch eine Komposition von Joseph Rast stand dann das Solostück für Tuba mit Blasmusik-Begleitung auf dem Programm, das hervorragend von Vincenz Brand gespielt wurde. Es trug den Titel des Kinderliedes „Ein Männlein steht im Walde“ und wurde in vielen Variationen wiedergegeben.

Beinahe eine Lockerungsübung war die Polka „Ein halbes Jahrhundert“, die Very Rickenbacher zum 50-jährigen Bestehen seiner Blaskapelle „Rigispatzen“ geschrieben hat. Der „Pfiffikus“ war schließlich den beiden Flötistinnen Julia Kopp und Regina Huber auf den Leib geschrieben, die Kapellmeister Hans Schmid mit weiteren 250 Werken einst komponiert hatte.

„Wir spielen live und ohne doppelten Boden“, war die klare Ansage für „Boney M.-Superhits“ in einer Bearbeitung von Steve McMillan, bevor dann zum Ausklang des Konzerts der Klassiker unter den Märschen: „Alte Kameraden“ aus vollen Rohren ertönte.

Dirigent Joseph Rast war es nach den letzten Tönen der Zugabe wichtig zu sagen: „Wir könnten jetzt noch stundenlang weiterspielen, doch einmal ist es gut.“ Er verwies auch auf die vielen ganz jungen Musiker, die erstmals dabei sein durften. Zweiter Vorstand Simon Riedl war es wiederum wichtig, allen zu danken, die in irgendeiner Weise zum Gelingen dieses Konzertes beigetragen haben. Und besonders dankte er Sieglinde Rast, die ihren Mann wieder für viele Wochen Probenarbeit „hergeliehen“ hatte.

gh

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