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Vier Unbekannte besprühten eine S-Bahn in Altomünster auf einer Fläche von 35 Quadratmetern. Die Polizei ermittelt  wegen Sachbeschädigung.

Verfolgungsjagd in Altomünster

S-Bahn in Altomünster besprüht - Zeugen filmen Sprayer

Vier Sprayer haben am Mittwochabend eine S-Bahn in Altomünster besprüht. Sie wurden von zeugen dabei gefilmt und flüchteten, als sie das bemerkten.

Altomünster – Vier bisher Unbekannte in Altomünster haben am Mittwochabend eine S-Bahn auf einer Fläche von 35 Quadratmetern besprüht. Zeugen filmten die Tat und verfolgten die Flüchtenden, wie die Bundespolizei mitteilte. Die Ermittlung wegen Sachbeschädigung laufen.

Gegen 22 Uhr wurden drei Zeugen am Bahnhof Altomünster auf eine Vierergruppe aufmerksam, die dort eine abgestellte S-Bahn mit Graffiti besprühte. Die Zeugen meldeten ihre Beobachtung sofort dem Polizeinotruf und filmten die Unbekannten bei ihrer Tat. Als die Sprayer dies bemerkten, flüchteten sie in Richtung Marktplatz. Zwei der Zeugen, eine 19-Jährige und ein 24-Jähriger aus Altomünster, nahmen unerschrocken die Verfolgung der vier Flüchtenden auf, verloren jedoch laut Polizei den Kontakt. Auch Streifen von Landes- und Bundespolizei konnten die Tatverdächtigen nicht mehr feststellen.

Für die weiteren Ermittlungen konnten die Zeugen jedoch wichtige Hinweise geben. An der S-Bahn wurde ein Graffiti von ca. 35 Quadratmeter vorgefunden. Die Schadenshöhe für die aufwendige Reinigung der S-Bahn beträgt rund 2000 Euro.

Hinzu komme laut Polizei, dass die Zuggarnitur bis dahin ausgestellt wird und dem regulären S-Bahn Betrieb nicht zur Verfügung steht. „Für Reisende kann sich dies in Zugausfällen und Verspätungen bemerkbar machen“, so die Bundespolizei in ihrer Pressemitteilung. Seitens der sachbearbeitenden Bundespolizeiinspektion München wird das Besprühen von S-Bahnen und Bahnanlagen keinesfalls als Kunst gesehen. Es handelt sich um eine Straftat, die der Deutschen Bahn erhebliche Kosten und Aufwand bereitet.  

dn

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