Anmeldezahlen für Kinderbetreuungseinrichtungen in Altomünster

Leichte Engpässe nur im Hauptort

Für Eltern in Städten ist die Suche nach einem Kindergartenplatz eine Horroraufgabe. In der Gemeinde Altomünster ist die Lage in den Kinderhäusern zwar noch einigermaßen entspannt, doch es deuten sich auch hier Probleme an.

Von Sabine Schäfer

Altomünster – Die Anmeldezahlen für die Kindergärten oder das AWO-Kinderhaus liegen seit kurzem auf dem Tisch. Die dreigruppige Krippe (eine Integrationsgruppe) im AWO-Kinderhaus Am Brechfeld besuchen derzeit 42 Kleinkinder. Vorhanden sind 45 Plätze. Ab September gibt es hier sogar 11 freie Plätze.

In den Kindergärten Wollomoos und Pipinsried sind aktuell und auch im nächsten Kindergartenjahr noch freie Plätze vorhanden. Eng aber wird es im Kindergarten Oberzeitlbach und den beiden Altomünsterer Kindergärten. 50 Kinder können den Oberzeitlbacher Kindergarten besuchen. Derzeit ist er voll ausgelastet. Und die Situation ändert sich auch im kommenden Kindergartenjahr nicht.

Bei den Kleinen Strolchen an der Schultreppe ist derzeit sogar ein Platz zu wenig da und das wird auch bis März 2019 so sein.

Probleme hat der AWO-Kindergarten Am Brechfeld. Am Dienstagabend zeigte die Geschäftsführerin des AWO-Kreisverbands, Wiebke Kappaun, dem Gemeinderat Altomünster diverse Schwierigkeiten auf. Zwei Entwicklungen hätten dazu geführt, dass die Kapazität von 65 Plätzen auf 52 heruntergeschraubt werden musste. Zwei der drei Gruppen sind nämlich Integrationsgruppen. Dazu zählen jedoch nicht nur Kinder mit einem Handicap oder einer Entwicklungsverzögerung, sondern auch Kinder aus zerrütteten Familien, „bei denen das Kindeswohl gefährdet ist“, so Wiebke Kappaun. Für Integrationskinder ist ein höherer Mitarbeiterschlüssel erforderlich. Und genau hier schließt sich das nächste Problem an. Es gibt zu wenig Personal. „Es stellt sich als sehr schwierig heraus, überhaupt Personal zu bekommen“, so Kappaun. Deswegen bildet die Arbeiterwohlfahrt jetzt auch selber aus und bietet obendrein Quereinsteigern die Möglichkeit, sich zu bewerben.

„Der Fachkräftemangel ist einfach in allen sozialen Berufen spürbar“, so Bürgermeister Anton Kerle.

Eine gute Nachricht hatte indes Kämmerer Michael Eggendinger für das Gremium. Der AWO-Kindergarten hat eine schwarze Null geschrieben. Folglich musste im Haushalt 2017 kein Defizit ausgeglichen werden.

Das Fazit für die Kindergarten-Anmeldungen fasste Bürgermeister Kerle so zusammen. „Der Bedarf konnte abgedeckt werden, wenn auch nicht immer im Wunschkindergarten.“ Für die nächsten Kindergartenjahre erhofft sich Anton Kerle Verständnis von den Eltern, wenn sie ihr Kind nach Wollomoos oder Pipinsried bringen müssen statt nach Oberzeitlbach oder in die Einrichtungen in Altomünster.

Stabil bleibt die Zahl der Buben und Mädchen, die die Schülerbetreuung besuchen. Derzeit sind es 89 Kinder. 23 werden die Schülerbetreuung zum neuen Schuljahr verlassen. Neu angemeldet wurden aber bereits 22 Kinder. Die Anmeldung läuft hier noch bis kommenden Montag.

Als „Wunschdenken“ bezeichnete Eggendinger die Prognose für den Schülerstand von jetzt 450 auf 558 im Schuljahr 2022/23. Die Geburtenzahlen seien arg schwankend, so Eggendinger.

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