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Übernahm wie immer gern „das kleine Damenprogramm“, wie er es nennt. Zweiter Bürgermeister Josef Wiedmann übergab Blumen an Anni Kerle (links) und Bettina Reiter. 

Jahresabschluss des Marktgemeinderats

Altomünster ist auf dem richtigen Weg

Rückblick, Ausblick und geselliges Beisammensein – so gestaltet sich jedes Jahr die Jahresabschlussfeier des Gemeinderats Altomünster. Am Freitagabend kam noch eine Ehrung dazu.

Von Sabine Schäfer

Altomünster – Etwa 50 Gäste begrüßte Altomünsters Bürgermeister Anton Kerle im Schützengewölbe des Kapplerbräu zum traditionellen Jahresabschluss. Neben den Gemeinderäten mit ihren Partnern waren Vertreter der Verwaltung, der Schule, Altbürgermeister und Neu-Ehrenbürger Konrad Wagner mit Frau sowie viele Träger der Bürgermedaille vertreten.

Einer sollte am Ende noch dazukommen (siehe Bericht unten). Den Abend hatte wie immer die Leiterin des Bürgermeisterbüros, Bettina Reiter, organisiert. Musikalische und besinnliche Akzente setzte die Summahäusl-Musi rund um den Schwabhauser Dieter Rubner.

Vor dem Festessen servierte der Gemeindechef einen ausführlichen Rückblick „auf ein spannendes, arbeitsintensives Jahr“ mit einem Rekordhaushalt von 19 Millionen Euro. Damit wurden Baumaßnahmen an Schule und Kindergärten erledigt, der vollständige Umbau des ehemaligen Bahnhofsgebäudes in ein Juz, viele Straßensanierungen, aufwändige Baumaßnahmen beim FCP nach dessen Aufstieg in die Regionalliga und der Ausbau der Barrierefreiheit an Bahnhof und Marktplatz. Anton Kerle erinnerte zudem an Jubiläen, an neun Bürgerversammlungen und viele Sitzungen und sparte nicht mit Lob für das enorme Engagement im Ehrenamt. „Ich danke für das Vertrauen und die Unterstützung meiner Gemeinderatskollegen, die mir die Arbeit leichter machen.“ Besonders hob er seine Stellvertreter Josef Wiedmann und Wolfgang Graf hervor, deren Ehefrauen und die Verwaltung („die Leistungsträger der Gemeinde“).

In seinem Ausblick freute sich der Rathauschef darauf, bald den 8000. Gemeindebürger begrüßen zu dürfen. Viel Arbeit wartet indes auch im kommenden Jahr. Auf der Agenda ganz oben stehe ein neues Konzept und eine neue Finanzierung für den Umbau der Schultreppe 4, der Ausbau des P&R-Platzes, der Glasfaserausbau an den „weißen Stellen“ der Gemeinde, die Intensivierung des Hochwasserschutzes, die Instandhaltung und Pflege der Infrastruktur und die Sicherung des Schulstandorts. Zuversichtlich zeigte er sich, „den Dauerbrenner Sandgrubenfeld 2018 doch noch in Angriff nehmen zu können“.

Anton Kerle schlug sogar nachdenkliche Töne an mit Fragen wie etwa: „Wie sieht das Wohnen der Zukunft aus? Gibt es irgendwann noch privilegierte Landwirtschaft, wo die Betriebe immer weniger werden? Wie gehen wir mit dem Bestand unserer Sozialwohnungen um?“

Lösungen erwartet der Bürgermeister zudem beim ÖPNV, er hofft auf eine konzertierte Aktion, was Umgehungsstraßen betrifft, und darauf, „dass die derzeit auskömmlichen Einnahmen erhalten bleiben“. Am Ende zog Anton Kerle ein versöhnliches Fazit: „Es war ein unaufgeregtes und unspektakuläres Jahr, geprägt von viel Arbeit, aber auch von Fortschritt. Altomünster ist auf dem richtigen Weg.“

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