Im Gespräch (v.l.): Bernhard Seidenath, Walter Gaudnek, Domkapiturlar Dr. Christoph Kühn, Landrat Stefan Löwl und daneben Gaudneks Ehefrau Audrey. foto: gh

Berühmter Künstler in Altomünster

Gaudnek auch mit 87 voller Schaffenskraft

„Wie passen PopArt und Religion zusammen?“ Diese Frage stellte Domkapitular Dr. Christoph Kühn aus Eichstätt bei der Vernissage der neuen Ausstellung „Black Hole und Fire & Ice“ von Prof. Walter Gaudnek in Altomünster.

Altomünster – Viele Gästen kamen, denn es gab einen doppelten Anlass zu einem Zusammentreffen mit Künstler Walter Gaudnek, der wieder einmal für wenige Tage in seiner alten Heimat Altomünster weilt, wo er doch sonst die meiste Zeit des Jahres in Florida lebt.

Denn nicht nur seine neuesten Bilder wollten bestaunt werden, sondern zum ersten Mal seit wohl 50 Jahren gestand er es zu, dass man ihm zu seinem Geburtstag gratulierte, dem 87.!

Der Direktor des Gaudnek- Museums, Siegfried Sureck, meinte scherzhaft: „Ob es wohl die Kunst ist, die Gaudnek jung hält, oder die jungen Studentinnen?“ Denn zwei Mal in der Woche fährt Gaudnek nach wie vor zur Akademie in Orlando/Florida, wo er mit Leib und Seele jungen Leuten Kunst vermittelt.  

Zum seltenen Anlass sind daher viele Wegbegleiter ins Atelier in Altomünster gekommen, wie Altlandrat Hansjörg Christmann, Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath, Landrat Stefan Löwl, Bürgermeister Anton Kerle und nicht zuletzt Domkapitular Dr. Christoph Kühn, der die Ansprache hielt.

PopArt und Religion können seiner Ansicht nach gut zusammenkommen, gab es doch Kunst zu jeder Zeit, noch dazu die sakrale, die schon im frühen Christentum begründet ist. „Die Kunst will sichtbar machen, was das Wort nicht schafft“, behauptete er. Gaudnek habe sich schon sehr vielfältigen glaubensbetonten Themen gewidmet, wie „Hexen und Heilige“ oder seine „10 Gebote“, deren Bilder unter der Federführung von Sigi Sureck jetzt im großen Kulturzentrum in Havanna auf Kuba zu sehen sein werden.

Für Landrat Stefan Löwl sind die Bilder von Gaudnek und der Politik und Kirche immer wieder ein Ausdruck gewesen, dass es auch freundschaftlich miteinander geht. Er sei stolz darauf, dass Gaudnek ein Künstler des Landkreises ist.

Die Verbindung zu Gaudneks Heimat im Sudetenland sah Bernhard Seidenath als große Chance, vielleicht dort in Prag mit einer Ausstellung einen Ringschluss herzustellen, die all das Wirken Gaudneks umfasst, von den ersten Anfängen über seine Bilder in Bayern bis hin zu seinem Wirken in Florida.

Die neue Ausstellung war auch für Bürgermeister Anton Kerle etwas Besonderes. Er sei immer wieder überrascht, mit welch aktuellen Themen sich Walter Gaudnek befasst. Er wünschte ihm weiterhin ein gutes künstlerisches Schaffen und einen schönen Aufenthalt in Altomünster. „Was soll ich da noch sagen?“, sagte Walter Gaudnek gerührt. Er wollte es nicht versäumen, vor allem seiner Ehefrau Audrey ein dickes Dankeschön zu sagen, „denn sie ist nicht nur meine rechte, sondern auch meine linke Hand. Ohne sie wäre ich heute nicht hier!“ Eines versprach Gaudnek: „Meine Schaffenskraft ist noch lange nicht zu Ende!“ Das glaubt man gerne, wenn man den vitalen Künstler erlebt.

Gisela Huber

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