1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau
  4. Altomünster

Bestes Trinkwasser für 8125 Einwohner

Erstellt:

Kommentare

Ehrengäste der Weilachgruppe beim Festakt (von links): Bernhard Seidenath, Michael Reiter, dritter Verbandsvorsitzender Josef Schreier, Schiltbergs zweiter Bürgermeister Xaver Breitsameter, stellvertretender Landrat Aichach-Friedberg Manfred Losinger, Markus Hertlein, Stefan Löwl und Konrad Wagner.
Ehrengäste der Weilachgruppe beim Festakt (von links): Bernhard Seidenath, Michael Reiter, dritter Verbandsvorsitzender Josef Schreier, Schiltbergs zweiter Bürgermeister Xaver Breitsameter, stellvertretender Landrat Aichach-Friedberg Manfred Losinger, Markus Hertlein, Stefan Löwl und Konrad Wagner. © franz hofner

Die Weilachgruppe ist seit 50 Jahren ein sicherer Wasserlieferant. Aus einer Notsituation gegründet, versorgt sie heute 8125 Einwohner mit bestem Trinkwasser.

Schmarnzell – Mit einem Festakt, begleitet von den Pipinsrieder Musikanten, und einem Tag der offenen Tür feierte der Zweckverband zur Wasserversorgung der Weilachgruppe sein 50 jähriges Bestehen.

Wasser seit 50 Jahren für drei Gemeinden

Seit mehr als einem halben Jahrhundert sichert der Zweckverband in den Gemeinden Altomünster, Hilgertshausen-Tandern und Schiltberg und mithin für 8125 Einwohner die Wasserversorgung. Dass die Zusammenarbeit in der Versorgung mit Trinkwasser über Landkreis- und sogar Bezirksgrenzen hinaus geht, wurde beim Festakt als hervorragendes Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit gewürdigt.

Verbandsvorsitzender Konrad Wagner hob in seinem Rückblick die Bedeutung einer sicheren Wasserversorgung für die Gemeinden hervor: „Nichts ist unentbehrlicher als Wasser, das ein durch nichts zu ersetzendes Lebensmittel ist, von dem unser aller Lebensqualität abhängt.“

Er verwies darauf, dass die Gründung der Weilachgruppe vor 50 Jahren aus einer Notsituation entstanden ist, da große Teile des jetzigen Zweckverbandes in den 70er-Jahren unter Wassermangel litt und bei einer Demonstration damals der Ruf nach Wasser unüberhörbar war.

„Die Gründerväter mussten damals enormes Rückgrat beweisen, um den Ausbau voranzubringen“, erinnerte sich der einzig noch lebende Gründungs-Verbandsrat Johann Fottner aus Niederdorf im Rückblick auf seine 24-jährige Tätigkeit bei der Weilachgruppe.

„Heute stellt der Zweckverband eine tragende Säule der Wasserversorgung in den Mitgliedsgemeinden dar“, sagte der Verbandsvorsitzende. Durch fortwährende Investitionen in Vergangenheit und Gegenwart, so Wagner, sei es gelungen, „allen Herausforderungen der Daseinsvorsorge und Versorgungssicherheit nachzukommen“. Das Wasser sei in „überprüfter bester Qualität und in ausreichender Menge aus den drei Brunnen vorhanden“.

Finanzen sind grundsolide

Auch die wirtschaftlichen Verhältnisse seien grundsolide, fuhr Wagner fort. Ein wie mancherorts festgestellter sinkender Grundwasserspiegel sei „hier noch nicht relevant“. Wagner: „Mit dem erweiterten Wasserschutzgebiet wurde für eine sichere Trinkwasserversorgung auch in Zukunft gesorgt.“

Landrat Stefan Löwl beglückwünschte den Zweckverband zum Jubiläum. Es sei wichtig, dass sich Profis um das wichtige Grundlebensmittel kümmern. Gleichwohl sei ein Bewusstsein über die Wertigkeit und den bewussten Umgang mit Wasser notwendig, denn der Wasserverbrauch sei sehr „massiv“, so Löwl. „Wasser ist ein Allgemeingut und eine kommunale Aufgabe“, so der Landrat, der froh darüber ist, dass es in Deutschland nicht privatisiert wurde.

Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath bezeichnete das Wasser als „kostbarstes Lebensmittel, das nicht selbstverständlich ist“. Er dankte allen, „die mitgeholfen haben, am Erfolg des Wasserzweckverbandes und an der Bereitstellung in einer so hohen Wasserqualität“. Aber: Der fortschreitende Klimawandel könne bei der Wasserversorgung noch zu Engpässen führen, befürchtet Seidenath.

Die Glückwünsche der drei Mitgliedsgemeinden überbrachte der zweite Verbandsvorsitzende, Hilgertshausen-Tanderns Bürgermeister Markus Hertlein. „Durch eine stetige Weiterentwicklung, vorausschauende Planungen und nicht zuletzt wegen sparsamer Haushaltsführung wurden die Voraussetzungen für einen funktionsfähigen Wasserversorger auf neuestem technischem Stand geschaffen“, so Hertlein. „An dieser Entwicklung hat Verbandsvorsitzender Konrad Wagner, der bereits seit 20 Jahren den Zweckverband leitet, maßgeblichen Anteil“, sagte Hertlein weiter.

Tag der offenen Tür

Zum Tag der offenen Tür kamen zahlreiche Besucher, um die erneuerten Anlagen des Zweckverbandes mit den Hochbehältern, der Wasseraufbereitung, der Notstromversorgung und dem Verwaltungsgebäude zu besichtigen. Wassermeister Josef Ostermair und sein Vorgänger Josef Geisler sowie die Wasserwarte Christopher Mair und Thomas Stocker standen für Führungen zur Verfügung und beantworteten die Fragen der interessierten Besucher.

fh

Weitere Nachrichten aus der Region Dachau lesen Sie hier.

Auch interessant

Kommentare