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Der Diebstahl des größten Maibaums Deutschlands: 48 Burschen klauten die 50 Meter lange und knapp zehn Tonnen schwere Douglasie, die an der Nordseeküste aufgestellt werden soll.

Burschen- und Mädchenverein Randelsried-Asbach schlug schon wieder zu

Der dritte Maibaumklau in diesem Jahr: Mega-Coup mit Polizeieinsatz

Den Randelsrieder Maibaumdieben ist am Samstagfrüh mit dem Burschenverein Sielenbach ihr größter Coup gelungen: Sie klauten den wohl größten Maibaum Deutschlands. Allerdings gab es einen Streit, sogar die Polizei musste anrücken.

Randelsried/Englmannsberg – Das 50 Meter lange und knapp zehn Tonnen schwere Prachtexemplar wurde im Gutshof in Englmannsberg /Landkreis Pfaffenhofen/Ilm) gelagert und soll an der Nordseeküste aufgestellt werden. Nach tagelangen Vorbereitungen und etlichen schlaflosen Nächten ging das Spektakel am Samstagfrüh um 3 Uhr über die Bühne. Die 48 Burschen des Burschen- und Mädchenverein Randelsried-Asbach und des Burschenvereins Sielenbach rückten mit Traktoren und Anhängern an und schafften den Baum aus dem Betriebsgelände des Gutshofes von Graf Toerring heraus. Innerhalb von nur 18 Minuten! Wie genau, sei Maibaumgeheimnis, sagte Vorsitzender Kilian Bayer. Die Burschen waren mit ihrer Beute schon in Richtung Koppenbach unterwegs, als der Diebstahl gegen 4.30 Uhr von Englmannsberger Bürgern entdeckt wurde. Diese behaupteten, noch innerhalb des Ortes ihre Hand auf den Maibaum gehalten zu haben. Die Pfaffenhofener Polizei wurde herbeigerufen, „zum Schlichten des Streits“.

Doch die Auslöseverhandlungen erweisen sich bisher als schwierig. Die Engelmannsberger Unterhändler werfen den Meisterdieben vor, das Tor zum Betriebsgelände aufgebrochen zu haben. Doch die Burschen aus Altomünster und Sielenbach sehen den Diebstahl als gelungen. Immerhin sind die „Meisterdiebe“ weithin bekannt für ihre Fairness. Bis jetzt lagert der Baum noch bei Koppenbach und wird von den Burschen bewacht.

Beide Seiten sind an einer gütlichen, fairen Einigung interessiert, wie sie betonten. Dann dürfte der Feier an der Nordsee nichts im Wege stehen: Der Baum soll am Vatertag, am 10. Mai, bei einem dreitägigen Fest beim Hotel Butjadinger Tor aufgestellt werden. Der Abtransport soll am 7. Mai aus Englmannsberg beginnen. 

Franz Hofner

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