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Die Engel und das Christkind v.l. Antonia Koppold, Enie Lux, Eva Mayr und Paula Richter (r.) konnten den Altomünsterer Christkindlmarkt auf dem Marktplatz eröffnen. 

Eröffnung in Altomünster

Christkindlmarkt in stürmischen Zeiten

Ein heftiger Sturm hatte auf dem Altomünsterer Christkindlmarkt gewütet – und riss sogar den geschmückten Christbaum am Parkplatz um. Doch die Altomünsterer ließen sich nicht unterkriegen.

Altomünster – Der Altomünsterer Christkindlmarkt stand unter einem schlechten Omen: Wenige Tage zuvor stürmte es. Der Wind hatte einen Teil der Vorbereitungen auf dem Marktplatz zunichtegemacht, er riss die bereits angebrachten Planen weg. Und noch schlimmer: Der Sturm legte den geschmückten Christbaum am Parkplatz um.

Daraufhin griffen die Bauhofmitarbeiter zur Säge und stellten den Baum etwas verkürzt wieder auf. Der Weihnachtsmarkt war gerettet. Bürgermeister Anton Kerle eröffnete den 41. Markt bei „optimalem Christkindlmarkt-Wetter“, wie er sagte. 

Zum ersten Mal durfte Paula Richter in die Rolle des Christkinds schlüpfen und einen Eröffnungsprolog sprechen: Sie wünschte den vielen Gästen aus Nah und Fern Frieden auf Erden. Sie wurde dabei von drei Engeln auf das Podium begleitet.

Den Weihnachtsmarkt stemmten vor allem Ehrenamtliche: Die meisten Standlbetreiber waren aus der Gemeinde, zum Beispiel aus örtlichen Vereinen und Dorfgemeinschaften. Sie spenden jedes Jahr einen Teil ihres Erlöses an einen guten Zweck. Bürgermeister Kerle dankte ihnen dafür und freute sich, dass so viele Besucher in die „gute Stube“ am Marktplatz gekommen sind. 

Außerdem bedankte er sich bei den Bauhofmitarbeitern, die im Vorfeld viel Arbeit geleistet haben – trotz des stürmischen Wetters. Außerdem halfen die Freunde aus der Partnergemeinde Nagyvenyim und aus Tscherms auf dem Markt mit, sie verkauften ihr feuriges Gulasch und den Südtiroler Speck.

Die jungen Pipinsrieder Musikanten stimmten auf die Adventszeit ein. Köstlich duftete es dabei aus den Ständen, die um den Marktplatz, am Brunnen und Parkplatz aufgestellt waren. Manch ein Besucher war bei der Kälte froh, dass er seine Hände um die wärmende Tasse Glühwein legen konnte. Außerdem gab es viele Bastelartikel, Bücher, Kerzen, Socken, Eingekochtes oder selbstgemachte Liköre, zum Verschenken oder selbst verbrauchen.

Zudem konnte die Besucher ihr Glück beim Losen versuchen, und die Kinder durften Sterne basteln. Für die musikalische Gestaltung sorgten der Kinderchor der Evangelischen Kirchengemeinde unter der Leitung von Pfarrer Winfried Stahl. Sie sangen Lieder von der Liebe und Rock’n Roll.

Die jüngsten Besucher vergnügten sich beim Kasperltheater im Rathaus. Dort hatte der Räuber „Stinkefuß“ dem Kasperl einfach ein Paket geklaut, das er für Weihnachten gebraucht hätte. Sehr amüsant war auch die Aufführung „Oh Adelheit – das etwas andere Krippenspiel“, das Kinder und Jugendliche der Freien Evangelischen Kirche im Kapplerbräusaal aufgeführt haben. Der Saal war voll. In dem Stück ging es darum, wie es Schlawine schafft, im Krippenspiel als Verkündigungsengel einzuspringen – nachdem sich Christine krankgemeldet hatte. Von den Zuschauern gab es viel Applaus. Der Erlös des Spiels wird an die Haiti-Hilfe gestiftet.

Bei so viel Unterhaltung konnten es die Besucher gut auf dem Christkindlmarkt aushalten. Denn auch der heilige Nikolaus mit seinen Engerln kam vorbei und hatte viele Süßigkeiten für die Kinder dabei. Auch das Christkind hatte sie begleitet, als sie durch die große Menschenmenge am Marktplatz zogen. Ein besonderer Dank galt dabei Christa Kröninger, die sich seit vielen Jahren um die Engerl kümmert.

Von Gisela Huber

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