An manchen Bäumen der Marktgemeinde weht bereits das gelbe Band.
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An manchen Bäumen der Marktgemeinde weht bereits das gelbe Band.

Obstbäume in Altomünster gekennzeichnet

Das gelbe Band zeigt in Altomünster, wo man Obst pflücken darf

Altomünster – In manchen Kommunen, wie etwa Erdweg, nennt man es „essbare Gemeinde“. Die Altomünsterer Nachhaltigkeitsgruppe Plan A hat ihr Projekt „Gelbes Band“ genannt. Gemeint ist in beiden Fällen das Gleiche: Kommunale Obstbäume oder Sträucher können kostenlos genutzt werden.

Acht Mitglieder von Plan A haben sich bereits im Dezember Gedanken gemacht, wie man die Sache angehen kann. Von der Gemeindeverwaltung kam gleich ein positives Echo, betont Pressesprecher Markus Zieglwallner von Plan A.

Der Gedanke dahinter: Die Gemeinde Altomünster besitzt viele Obstbäume, die weder gedüngt noch gespritzt werden. Häufig finden sich diese am Wegesrand, manchmal auch auf so genannten Streuobstwiesen, die vielen Arten einen wichtigen Lebensraum bieten. Das Obst der gemeindeeigenen Bäume darf nun zum Eigenbedarf und in haushaltsüblichen Mengen geerntet werden.

In den ersten Frühjahrswochen hat Plan A diese Obstbäume mit einem gelben Band gekennzeichnet, um die Identifizierung der Bäume zu erleichtern. Bis zum Sommer sollen alle 400 Obstbäume auf Gemeindeflächen mit einem solchen Band gekennzeichnet sein. 200 hängen bereits, unter anderem im Klostergarten von Altomünster.

Nachhaltig ist die Aktion in zweierlei Hinsicht: Es wird nicht nur der Verschwendung durch Verrottung der essbaren Früchte wenigstensteilweise verhindert, die Markierung der Bäume erfolgt auch mit recyceltem Material, wie etwa ausgedienten Tischdecken oder Bettlaken, die mit Kurkuma gefärbt wurden, oder aber mit reißfesten Papierbändern.

Informationen dazu sollen über die neue Plan-A-Website (www.plana-altomuenster.de) und in der zweiten Auflage der regionalen Nachhaltigkeitsbroschüre, ein Jugendprojekt, erfolgen.

Das Jugendprojekt und das gelbe Band haben nun sogar das Interesse des BR geweckt. Am morgigen Samstag wird Redakteurin Sabine Frühbuss zum zweiten Mal in der Marktgemeinde für eine Sendung der Reihe „Aus Schwaben und Altbayern“ drehen. Der Sendetermin ist noch offen.  

sas

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