Zwei Männer.
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Bester Schüler: Michael Gamböck aus Hilgertshausen, hier mit dem Bürgermeister seiner Gemeinde, Dr. Markus Hertlein.

Abschlussfeiern und Zeugnisübergaben an der Mittelschule Altomünster

„Das Leben fängt heute neu an!“

Wegen Corona ist alles anders. Auch die Abschlussfeiern der Mittelschule Altomünster. Dennoch konnten die Absolventen würdig verabschiedet werden, diese „kleinen Chaoten“.

Altomünster – Es sei ein umständliches Jahr und eine große Herausforderung gewesen, meinte der Klasslehrer der 9b, Felix Metz, am Abschlussabend in der schön geschmückten Turnhalle. Er zeigte sich aber glücklich, dass trotz der vielen Handicaps doch würdige Feiern für die Entlassschüler der Mittelschule Altomünster stattfinden konnten.

Auch Rektorin Ute Weiß freute sich sehr, dass alle Schüler die Mittelschule gut bestanden haben und ein Großteil auch den Quali gemacht hat. Sie hätte ihre mitgebrachten Glückskäfer freilich liebend gerne den Schülern zum Abschied in die Hand gedrückt und ihnen persönlich noch alles Gute gewünscht. So jedoch musste das Zeremoniell der Zeugnisverleihung mit Abstand und Mundschutz doch „sehr ungewöhnlich und komisch“ von sich gehen, wie sie sagte.

Der Zeugnisabgabe waren die Grußworte der beiden Ehrengäste vorausgegangen, Schulverbandsvorsitzender und Bürgermeister Michael Reiter sowie dessen Stellvertreter aus Hilgertshausen-Tandern, Dr. Markus Hertlein. Reiter erinnerte an seine eigene Zeit an der Schule. „So manches hat sich hier ereignet, was Ihr nicht vergessen werdet“, meinte er. „Lasst Euch in Zukunft nicht durch Rückschläge entmutigen, seid optimistisch, bleibt fröhliche Menschen und haltet Augen und Ohren offen für das Wichtige im Leben!“

„Wenn Ihr nicht so lange in die Schule gegangen wärt, könnten wir heute nicht feiern“, stellte Hilgertshausens Bürgermeister Dr. Markus Hertlein fest. Vor allem in der Klasse 9b waren viele Schüler aus seinem Gemeindebereich. „Das Leben fängt heute neu an“, betonte er, „und auch das Lernen wird nicht aufhören!“ Hertlein verglich es mit dem Bau eines Hauses, dessen Fundament die Schüler jetzt geschaffen hätten, manche vielleicht sogar schon mit einem Stockwerk drauf. „Aber das Leben wird auch noch so manchen Umbau von Euch fordern, was die Zukunft so spannend macht.“

Videobotschaft von der Klasslehrerin

Die Klasslehrerin der 9a, Marina Wollenweber, konnte wegen eines Unfalls nicht persönlich an der Feier teilnehmen. In einer Videobotschaft ermunterte sie ihre Schüler, die sie liebevoll „meine kleinen Chaoten“ nannte, die Talente zu entdecken, die sie von den anderen abheben. Sie sollten erkennen, wer sie sind. „Ich bin superstolz auf euch!“, rief sie den Jugendlichen zu, mit etwas Wehmut, dass sie bei der Feier nicht dabei sein konnte.

Auch Lehrer Felix Metz war sehr stolz auf seine 9b, die ebenfalls durchweg gute Ergebnisse erreicht hat. „Erfolge können nur erzielt werden, wenn die Chemie stimmt“, betonte er, was nicht heißen solle, dass es nicht mal kleine Unstimmigkeiten gibt.

Dass dies auf beiden Seiten der Fall sein kann, bei Schülern und Lehrern, klang in einer kurzen Ansprache von den Schülerinnen Michaela Müller und Lisa Oswald an, bevor sie ihrem Lehrer mit T-Shirt und anderen Geschenken herzlich dankten.

Zum Schluss jeder der beiden nacheinander gehaltenen Abschlussfeiern erbaten noch die beiden Katecheten Sonja Baigger und Hans-Jörg Erhard Gottes Segen für ihre Schützlinge.

Beste Schülerin der Klasse 9a: Michelle Nehmer.

Schulbeste werden geehrt

Mit Dankesworten und Geschenken an alle Lehrer und viel Applaus endeten beide Feierstunden, bei denen nicht nur die Schulbeste Michaela Müller 9b (wir berichteten), sondern auch die Beste der 9a, Michelle Nehmer, sowie der erfolgreichste männliche Schüler Michael Gamböck (Hilgertshausen) 9b, besonders geehrt und mit Geschenken der Schulleitung und der jeweiligen Bürgermeister bedacht wurden.

Gisela Huber

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