Edelweiss Altomünster

Neue Lüftungsanlage soll Verpuffung im Keller verhindern

Altomünster – Die Lüftungsanlage des Schützenvereins Edelweiß Altomünster ist über 20 Jahre alt und entspricht nicht mehr den Vorgaben der neuen Schießstandrichtlinien. Sie wird daher abgebaut und eine neue sogenannte Kolbenlüftung mit einem separaten Bleiabscheider eingebaut.

Wie Bürgermeister Anton Kerle, selbst passionierter Schütze, am Dienstagabend im Gemeinderat erklärte, unterliegen Schießanlagen für „scharfe Waffen“, also solche mit Patronenmunition, neuen Sicherheitsvorschriften. Es habe sich nämlich gezeigt, dass sich Pulverrückstände in der Raumluft anreichern und zu einer Verpuffung führen können. Selbst einige Ausbildungsschießstände der Polizei mussten deswegen schon geschlossen werden.

Für die 25-Meter Raumschießanlage im Kellergeschoss des Anwesens Schultreppe 3 will der Markt Altomünster nun viel Geld in die Hand nehmen, „da es sich um eine echte und dringend notwendige Verbesserung handelt“, so der Gemeindechef. Eine Förderung von 20 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, maximal aber 11 300 Euro, sei daher gerechtfertigt, da es sich quasi um eine Erstinvstition oder Neubeschaffung handele.

Die Gesamtkosten für den Rückbau und den Einbau der neuen Anlage betragen rund 56 000 Euro. Darin sind Eigenleistungen in Höhe von etwa 4500 Euro beinhaltet. Die Regierung von Oberbayern übernimmt 25 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten, also knapp 14 000 Euro.

Zweiter Bürgermeister Josef Wiedmann wies bei dieser Gelegenheit auf die überregionale Bedeutung des Edelweiß-Schießstands hin, der immer wieder für Wettkämpfe genutzt wird.

Der Gemeinderat Altomünster genehmigte die Förderung einstimmig. Die Mittel werden bereits im Haushalt 2018 eingestellt. Sabine Schäfer

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