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In knapp fünf Jahren ist Schluss: Dann läuft der Pachtvertrag für das Schützenhei m und das Feuerwehrhaus aus. Wo die Floriansjünger in Zukunft untergebracht werden, ist noch ungewiss. 

Pachtvertrag läuft 2023 aus

Feuerwehr Oberzeitlbach sucht einen neuen Standort

Die Jahresversammlung der Feuerwehr Oberzeitlbach hatte vor allem ein Thema: Wie geht es mit dem Feuerwehrhaus weiter? Als praktikabelste Lösung kristallisierte sich ein Neubau heraus. Doch auch der hat seine Tücken.

Oberzeitlbach – Die Feuerwehr Oberzeitlbach sorgt sich um ihre zukünftige Unterbringung. 2023 läuft der Pachtvertrag mit den Eigentümern des Gasthauses Gattinger aus, deshalb wollen die Vereine gerüstet sein für die Zeit danach. Bisher waren alle Vereine immer gut in dem Gebäude neben der Wirtschaft untergebracht, die Schützen hatten ihre Stände eingebaut und die Feuerwehr war ebenfalls komplett untergebracht. Das kleine Stüberl stand allen Vereinen zur Verfügung und seit es keinen Wirt mehr gibt, wurde der untere Schießstand in den vergangenen Jahren zum Versammlungsraum für die Burschen und Veteranen umfunktioniert.

Da nun die Besitzer kein Interesse daran haben, die Pachtverträge langfristig zu verlängern und ein Kauf des Gebäudes höchstens im Gesamtpaket mit der Wirtschaft zur Debatte steht, haben sich die örtlichen Vereine schon viele Gedanken gemacht, wie es weitergehen soll. Für die Feuerwehr steht jedenfalls fest, so wurde in der Versammlung erklärt, dass der derzeitige Platz einfach nicht ausreicht und man dann mindestens im hinteren Teil des Grundstückes etwas dazu bräuchte. Das aber ist zumindest zum derzeitigen Stand nicht im Sinne der Besitzer.

Schon vor einem Jahr hat sich die Feuerwehr deshalb schon mit Bürgermeister Kerle zusammengesetzt, um über die Zukunft zu beraten. Inspiration holten sie sich beim Gemeinschaftshaus in Kiemertshofen, das die dortigen Vereine in vielen ehrenamtlichen Stunden geschaffen haben. So etwas Ähnliches würde nun auch den Zeitlbachern vorschweben. Eine mögliche Fläche hierfür wäre der Bolzplatz an der Oberndorfer Straße. Das wiederum verursacht bei einigen Mitgliedern „Bauchweh“. Sie fänden es sehr schade, wenn durch einen Umzug der Ortskern aussterben würde: „Dann haben wir hier vielleicht eine Ruine, die langsam verfällt, denn die Gemeinde möchte auch kein denkmalgeschütztes Gebäude.“ Einige rieten, doch noch etwas zu warten, in der Hoffnung, dass sich die Situation ändert. Doch die Zeit drängt. Denn gerade beim Feuerwehrhaus könnten auch nicht mehr immer strenger werdende Vorschriften erfüllt werden und eine Ausfahrt direkt in die Kreisstraße ist ebenfalls nicht ideal. Dazu fehlt es an Parkmöglichkeiten für die Einsatzkräfte

„Für den Ort selbst wäre die Situation schon noch ausreichend“, aber sonst nicht mehr zeitgemäß. Weiter wurde ins Feld geführt, dass gerade jetzt viele junge Leute hochmotiviert an die Sache herangehen würden. Ob sie in ein paar Jahren noch so engagiert dabei wären, sei ungewiss. So wären die Feuerwehrler auch grundsätzlich bereit, den Bau zu übernehmen, wenn die Gemeinde das Material stellt.

Der anwesende zweite Bürgermeister Josef Wiedmann wies aber alle Spekulationen über die Kosten zurück, denn er hielt ein Zahlenspiel momentan für unseriös. Erst sollte die Feuerwehr zusammen mit dem Gemeinderat und allen Vereinen schauen, was überhaupt möglich wäre und dann weiterplanen. Das war dann auch noch die Kernfrage des Vorsitzenden Peter Huber, der in einer Abstimmung signalisiert haben wollte, ob die Mitglieder auch voll dahinterstehen, wenn etwas Neues geplant würde. Und da stimmten alle dafür.

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