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Erleichtert über die Wahl der Kommandanten Roman Küspert (3.v.l.) und Sebastian Fottner (2.v.r.) zeigten sich KBM Gerhard Beck, KBR Franz Bründler, Altomünsters Kommandant Peter Heinrich (3.v.r.) und Bürgermeister Anton Kerle.

FFW Pipinsried

Löschgruppe wieder selbstständige Wehr

Die Pipinsrieder Feuerwehr ist gerettet. Dank zwei junger engagierter Männer und auch dank des umsichtigen Altomünsterer Kommandanten Peter Heinrich.

Von Sabine Schäfer

Pipinsried – Vor einem Jahr sah die Situation der Freiwilligen Feuerwehr Pipinsried noch düster aus. Kommandant Werner Oswald und sein Stellvertreter Christian Schmid hatten aus persönlichen Gründen ihre Ämter niedergelegt. Nachfolger waren trotz mehrmaliger Anläufe nicht in Sicht.

Doch die Gemeinde Altomünster wollte die Wehr nicht aufgeben und unterstellte die Truppe als „eigene Löschgruppe Pipinsried“ dem Altomünsterer Kommandanten Peter Heinrich.

Das Provisorium fand am Mittwochabend jedoch ein gutes Ende. Bei der Jahresversammlung im Gasthaus Lampl appellierte Altomünsters Bürgermeister Anton Kerle zwar noch an die zahlreich erschienenen Mitglieder, die Chance zu ergreifen, damit den Pipinsriedern der gleiche Schutz gewährt werden kann, wie allen anderen Ortsteilen der Marktgemeinde. Doch hatte Peter Heinrich zu diesem Zeitpunkt schon alles geregelt. Heinrich hatte zwei junge Männer zu Gruppenführerlehrgängen an den Feuerwehrschulen eingeteilt. Diese zeigten schließlich auch die notwendige Bereitschaft, den „besonderen Dienst und die hoheitliche Aufgabe der Gemeinde“, wie Anton Kerle es ausgedrückt hatte, sich wählen zu lassen.

Die Wahl war dadurch quasi Formsache und wurde per Akklamation schnell erledigt. Der neue Kommandant über 21 Aktive (davon zwei Frauen) heißt Roman Küspert (21), sein Stellvertreter ist Sebastian Fottner.

Erleichtert, die Zusatzaufgabe beenden zu können, übergab Peter Heinrich den beiden die Personalakten.

Froh, dass der „Pipinsrieder Versuch“ geglückt ist, zeigte sich auch Kreisbrandrat Franz Bründler, der im Verlauf des Abends einen Überblick über die Arbeit im Kreisverband gab.

Seinen letzten Bericht für Pipinsried gab der Altomünsterer Kommandant. Er erwähnte die drei Einsätze, die zahlreichen Übungen, die Gemeinschaftsübung in Ottelsburg und die erfolgreiche Leistungsprüfung Wasser mit acht Teilnehmern.

Jetzt müssen die neuen Kommandanten nur noch vom Gemeinderat und den Kreisbrandrat bestätigt werden. Eine Formsache, wie schon die Wahl.

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