Alle Versuche bisher vergeblich

Firma will Gülle-Cabrio gratis reinigen - Besitzer lehnt überraschend ab

Eine Reinigungsfirma aus Unterschleißheim will das total verdreckte Gülle-Cabrio umsonst reinigen. Doch Gilbert Mezhrahid hat genug: Er lehnt ab.  

Altomünster - Reinigung umsonst und vor Ort - so das Angebot einer Firma aus Unterschleißheim. Auf unserer Facebook-Seite starteten wir am Freitag einen Aufruf und fragten: Wer kann das das Cabrio von Gilbert Mezhrahid retten?

Unser Aufruf spaltet die Gemüter. Während die einen drauf bestehen, dass das Auto nur ordentlich abgeschrubbt werden muss, sind andere Facebook-Nutzer überzeugt: Das total verdreckte Cabrio ist reif für die Schrottpresse. 

Die Reinigungsfirma CleanBrothers aus Unterschleißheim macht dem 53-Jährigen ein verlockendes Angebot: Sie will das total verdreckte Renault-Cabriolet umsonst und vor Ort grundreinigen. Doch Wagenbesitzer Gilbert Mezhrahid ist sich sicher: „Das Auto ist nicht mehr zu retten!“ Verschiedene Firmen hätten bereits vergeblich versucht, den Wagen von der Gülle zu befreien - sogar mit Trockeneis seien die Arbeiter dem Dreck zu Leibe gerückt. Nichts half.

Die Reinigung lohnt nicht mehr, so Gilbert Mezhrahid. Jetzt verkauft der Gülle-Cabrio-Besitzer seinen Wagen.

Vom Liebhaberstück zur Schrottkarre

Der Odel ist tief in den Schaumstoff unter den Sitzbezügen eingesickert, so Wagenbesitzer Mezhrahid. „Saubermachen reicht da nicht, die Sitze müssen komplett erneuert werden!“. Die Gesamtkosten für die Erneuerung aller betroffenen Teile belaufen sich laut Mezhrahid auf 3.500 bis 4.000 Euro - eine Summe, die der professionelle Wagenreiniger bei BMW für sein einstiges Liebhaberstück nicht zahlen möchte. Besonders da das Cabrio selbst nach Schätzung von Mezhrahid nur noch 5.000 bis 6.000 Euro wert ist. 

Seine Entscheidung steht fest: „Ich werde das Cabrio verkaufen. Die Kosten für die Erneuerung des Innenraums sind einfach zu hoch.“ Und das trotz des großzügigen Angebotes der Unterschleißheimer!

Schockunfall mit Gülle

Zur Erinnerung: Mitte April badeten Gilbert und seine Tochter Satine Mezhrahid in Gülle, nachdem sich das Odelfass eines Landwirtes über sie entleerte. Während Landwirt Robert M. (45) seine Schuld am braunen Bad mit den Worten:  „Es war doch nur ein ganz kleiner Spritzer“ kommentiert haben soll, weinen Mezhrahid und seine Tochter. Ursprünglich plante der Cabrio-Besitzer aus Altomünster seiner Tochter den Wagen zum 18. Geburtstag zu schenken. Diesen Plan kann er nun vergessen. Endgültig.

jo/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © Habschied

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