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Feierstunde im Barwerk zum 25-jährigen Vhs-Jubiläum: Vorne v.l. Ingrid Wodok, Maria K reppold, Petra Thomas, Gabi Lapperger und Brigitte Burger-Schröder. Hinten v.l.: Anton Kerle, Wilhelm Liebhart, Mechthild Schiller, Gerhard Gerstenhöfer, Resi Glas, Astrid Kühne, Maria Bürckstümmer, Christian Schweiger, Konrad Wagner und Markus Hertlein.  

25-jähriges Jubiläum der Volkshochschule Altomünster

Der Garant für Frieden und Wohlstand

Die VolkshochschuleAltomünster feiert 25-jähriges Jubiläum. Auch der Gemeinderat feierte in seiner jüngsten Sitzung mit. Denn die Geschichte der Vhs ist eine Erfolgsgeschichte.

Altomünster – Nach menschlichen Maßstäben gemessen, sei das zwar keine lange Spanne, so Bürgermeister Anton Kerle. Doch bei einer so erfolgreichen Institution sei es Zeit sich zurückzubesinnen. Der Marktgemeinderat tat dies zusammen mit der „großen Vhs-Familie“, die im Publikum die lehrreiche Sitzung verfolgten.

Der langjährige Vorsitzende Gerhard Gerstenhöfer zeigte in seinem Referat, dass das Ziel der Erwachsenenbildung bereits vor über hundert Jahren durch die Kolpingsfamilie und in den 70er Jahren durch den Frauenbund gesetzt worden ist: Bildung wurde als Prävention für Frieden und Wohlstand gesehen. Das Ziel der Persönlichkeitsbildung solle der „selbstbewusste, gut informierte Bürger mit Gemeinsinn“ sein, so Gerstenhöfer.

Warum wurde die Vhs Altomünster gegründet?

In den 70ern begann auch die Ära des langjährigen Bürgermeisters Anton Hofberger, der die Arbeitsgemeinschaft der Vhs im Landkreis bereits unterstützte. Einen ersten Vorstoß für eine eigene Volkshochschule in Altomünster unternahmen damals Dorothea Stevens und Prof. Dr. Wilhelm Liebhart, damals noch Student.

Konrad Wagner, Hofbergers Nachfolger als Bürgermeister, machte schließlich Nägel mit Köpfen: Vor rund 27 Jahren beauftragte er Gerstenhöfer damit eine kommunale Volkshochschule zu gründen: Im Mai 1992 wurde die Vhs Altomünster als gemeinnütziger Verein eingetragen – unter professioneller Führung und mit professionellem Betrieb. Der Vorstand arbeitete ehrenamtlich.

Konrad Wagner ist seit rund drei Jahren Vhs-Vorsitzender und bedankte sich nach Gerstenhöfers Vortrag bei seinen Mitstreitern und beim Gemeinderat für die erfolgreiche Arbeit. Denn die Einrichtung entwickelte sich stetig weiter. Es wurde eine Konzertreihe gestartet, der Kulturspiegel und das Infobüro gegründet, ins Leben gerufen wurden die Kindergruppe „Kleine Mäuse“, die Gästebetreuer und die Alto Scouts. Später kam die Außenstelle in Hilgertshausen-Tandern dazu, deshalb saß auch Bürgermeister Markus Hertlein unter den Zuhörern.

In den vergangenen zehn Jahren: Doppelt so viele Kursstunden

Auch das Angebot der Kurse der Vhs Altomünster hat sich verändert: Denn mittlerweile nimmt ein gemischtes Spektrum von Teilnehmern, vor allem aus der ländlichen Bevölkerung, daran teil. Und die Kernaufgabe der Erwachsenenbildung hat einen breiten Umfang eingenommen. Zum Angebot gehören nicht nur Vorträge zu historischen oder gesellschaftlichen Themen, Sprach- oder EDV-Kurse, sondern auch Musik- oder Sport-, Koch- und Wellnesskurse sowie Deutschkurse für Flüchtlinge und zusätzliche Hilfen für deren Kinder.

Bürgermeister Anton Kerle: „Wir wissen, was wir an der Vhs haben“

Die Vhs kooperiert dabei mit Vereinen aus Altomünster, der Schule, dem Dachauer Forum und der Kolpingsfamilie. Seit rund vier Jahren ist sie selbstständiges Mitglied im Verband der Volkshochschulen. „In diesem Verband hat unsere Stimme das gleiche Gewicht wie die Vhs München“, sagte zweiter Vorsitzender Christian Schweiger. Die Anzahl der Teilnehmerstunden habe sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt (Stand 2016: 43 700). 200 000 Euro Umsatz wurden im vergangenen Jahr geknackt.

Gleichzeitig versuche man, Zuschüsse möglichst gering zu halten. „Wir wissen, was wir an der Vhs haben“, sagte Bürgermeister Kerle am Ende mit einer Verneigung vor den Mitarbeitern und den Ehrenamtlichen im Publikum. Die Feierstunde klang mit einem Umtrunk im Altomünsterer Barwerk aus.

Von Sabine Schäfer

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