Kindergartengebühren steigen

Nicht populär, aber nötig

Für die Betreuung ihrer Kinder müssen die Eltern im Gemeindebereich Altomünster im neuen Kindergartenjahr wieder tiefer in die Tasche greifen. Schuld daran sind – wie immer – gestiegene Personal- und Sachkosten.

Von Sabine Schäfer

Altomünster – Das so genannte „Elternentgelt“ wurde zum letzten Mal im Jahr 2015 angehoben. Einmal mehr räumte Altomünsters Bürgermeister Anton Kerle am Dienstagabend im Marktgemeinderat ein, dass eine Erhöhung zwar „nicht populär“, aber unvermeidbar sei, um das Defizit im Haushaltsbereich auszugleichen. Die Erhöhung sei zudem mit den Elternbeiräten abgesprochen.

Geschäftsleiter Christian Richter zeigte zudem auf, dass die Kommune immer viel Geld in die Hand nehme für Sanierungsarbeiten in den einzelnen Einrichtungen. Das sei dabei gar nicht berücksichtigt, sondern lediglich die gestiegenen Betriebskosten.

Zwei Vorschläge hatte die Verwaltung dem Gemeinderat vorgelegt: eine lineare Erhöhung je Buchungsstunde um fünf bzw. zehn Prozent. Die zu erwartenden Mehreinnahmen bei den gemeindlichen Kindergärten betragen bei einer fünfprozentigen Erhöhung 12 000 Euro, bei zehn Prozent 23 500 Euro. „Mit der Erhöhung ziehen wir im Schnitt gleich mit anderen Landkreisgemeinden“, so Bürgermeister Kerle.

Christian Richter zeigte auf, wie günstig die Betreuung in den gemeindlichen Kindergärten eigentlich ist. Für eine Stunde Betreuung durch eine pädagogische Fachkraft mussten Eltern bisher umgerechnet 0,94 Euro und jetzt 1,03 Euro bezahlen. (angenommen werden 20 Tage pro Monat). „Ein Babysitter am Abend kommt da deutlich teurer“, so Richter.

Beibehalten wird die Geschwisterermäßigung. SPD-Mann Josef Haltmayr schlug vor, auf die Erhöhung zu verzichten. „Für die Gemeinde sind 30 Euro pro Kind Mehreinnahmen nicht viel, doch es gibt Menschen, für die ist das viel Geld.“ Mit seinem Vorschlag blieb Haltmayr aber allein.

Als ungerecht gegenüber anderen Eltern empfand Martina Englmann (CSU) den zehnprozentigen Rabatt für das Personal des Marktes Altomünster. Der wird nun umgewandelt in einen steuer- und sozialversicherungsfreien Kindergartenzuschuss bei der Gehaltsabrechnung. „Das ist ein sauberer Weg“, so Wolfgang Grimm (CSU) zu seinem Vorschlag.

Bei der gegen die Stimme von Josef Haltmayr beschlossenen Erhöhung zieht auch der Kindergarten „Am Brechfeld“ (AWO) mit.

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