Zuschussanträge im Gemeinderat

FC Pipinsried schaut in die Röhre

 Altomünster - Zwei Sportvereine, zwei Zuschussanträge. Doch während der TSV Altomünster eine Finanzspritze erhält, schaut der FC Pipinsried bei seiner Maßnahme in die Röhre. 

Grund: Bei der Neu-Verfliesung der Terrasse am Sportheim handele es sich um eine klassische Renovierung, wie Bürgermeister Anton Kerle und Geschäftsleiter Christian Richter am Dienstagabend unisono urteilten. Der TSV Altomünster hingegen investiert rund 12 000 Euro in eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung, um den hohen Warmwasserverbrauch der vielen Fußballmannschaften kostengünstiger und ökologischer decken zu können.Eine Erstinvestition bezuschusst die Kommune mit 20 Prozent der Gesamtkosten. Der TSV würde daher regulär 2400 Euro betragen, doch wurde vorsichtshalber ein Puffer eingebaut, so dass der Maximalförderbetrag bei 2700 liegt und einstimmig abgesegnet wurde.

Nicht so der Antrag des FCP-Vorsitzenden Konrad Höß. Eine Förderung lehnte das Gremium nur gegen die Stimme von Karl Reiter (CSU) ab. Der betonte, die Gemeinde müsse sich darüber Gedanken machen, dass alle Objekte in der Gemeinde in die Jahre kommen und man froh sein müsse, „dass kostengünstig saniert wird“.

„Dann machen wir aber ein Fass auf“, so Wolfgang Grimm (CSU), der sich auch wunderte über den in der Tischvorlage angegebenen Betrag, bei dem es sich nur um Materialkosten handeln soll. „Die 3900 Euro sind die tatsächlichen Gesamtkosten. Ich habe aber nur einen Antrag für die Fliesen gestellt“903, stellte Konrad Höß gegenüber unserer Zeitung klar.

Anton Kerle machte jedoch in der Sitzung auch deutlich, dass er ein „Freund davon sei, Eigenleistungen zu unterstützen“, beispielsweise durch Material. 

Sabine Schäfer

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