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Georg Huber (rechts mit Frau Gisela) zeigt stolz die Bürgermedaille, die ihm Bürgermeister Anton Kerle überreicht hat. Huber: „Wenn mich meine Frau nicht in allen Facetten unterstützt hätte, wäre vieles nicht möglich gewesen.“

Bürgermedaille für Georg Huber senior

Weil er es nach jahrzehntelangem Engagement verdient hat

Altomünster – Er hat nach eigener Aussage „so viel gemacht“ in seinem Leben. Das meiste davon ehrenamtlich. Und oft jahrzehntelang. Als „verdiente Persönlichkeit“ erhielt Georg Huber sen. am Freitagabend die Bürgermedaille. Auch für Altomünsters Gemeindechef Anton Kerle eine Premiere.

Georg Hubers sämtliche ehrenamtlichen Tätigkeiten aufzuzählen, sprengt fast den Rahmen. So war er unter anderem Gemeinderat von 2002 bis 2014, saß dabei im Kultur- und Festausschuss, war Verbandsrat der Altogruppe, Feldgeschworener, in der kirchlichen Jugendarbeit tätig, zehn Jahre Pfarrgemeinderat sowie Gründungsmitglied und Vorstand des Musikvereins Altomünster und der Pipinsrieder Musikanten.

Als praktizierender Landwirt war er von 1980 an für etwa 30 Jahre örtlicher Beauftragter bei der Flurbereinigung. „Sein Wort hatte großes Gewicht“, betonte Kerle.

Vor rund 40 Jahren war der 69-Jährige zudem Mitbegründer des Christkindlmarktes, den er seit 2005 auch selbst organisiert. Darüber hinaus kümmert sich Georg Huber als Marktmeister seit 2002 um die anderen Jahrmärkte der Gemeinde. Außerdem ist er seit 50 Jahren Lektor, seit 2001 Ortsführer und seit zwei Jahren Kirchenführer.

Bekannt ist Georg Huber zudem als jahrzehntelanger Hochzeitslader, als Autor so mancher Theaterstücke und als Mitglied des Theatervereins Altomünster. Hier kümmerte er sich vor allem um ein Konzept, das es ermöglicht hat, den Kapplersaal in Vereinshand zu behalten.

„Der Schorsch ist ein Mann mit Ecken und Kanten. Ein Mann mit Prinzipien und festen Wertvorstellungen“, beschrieb Anton Kerle den Altomünsterer. Seine Meinung vertrete Huber mit Ausdauer, Stärke und doch mit Toleranz. Veränderungen in der Gesellschaft bringe er mit einem Satz auf den Punkt: „Ja mei, des is halt so!“

Schauspiel ist eine seiner Leidenschaften. Die größte aber ist, seit 30 Jahren als Nikolaus in Vereinen und Kindergärten aufzutreten. Und dieses Engagement ist Georg Huber besonders ans Herz gewachsen. Als er nämlich die Medaille in Empfang nahm und sich ins Ehrenbuch der Gemeinde eintrug, erzählte er, dass er bereits ein paar Tage zuvor „geadelt“ worden sei: Im Kindergarten habe ihn ein Kind umarmt, einfach, weil der Nikolaus da war. Georg Huber: „Das hat mich richtig, richtig gefreut.“  Sabine Schäfer

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