Kinderbetreuung in Altomünster

Es ist noch etwas Luft

In Sachen Kinderbetreuung ist die Marktgemeinde gut aufgestellt. Alle angemeldeten Kinder können auch heuer in den verschiedenen Einrichtungen untergebracht werden. Damit das so bleibt, gibt es zudem eine längerfristige Bedarfsplanung.

Von Sabine Schäfer

Altomünster – Alle drei Jahre müssen Kommunen eine örtliche Bedarfsplanung für Kindertagesbetreuungsangebote durchführen. Damit soll festgestellt werden, für welche Altersgruppen die Betreuungsangebote ausreichen und für welche Zielgruppen noch Bedarf besteht.

Dabei werden der Bestand erfasst, die Anforderungen an einen Betreuungsplatz abgefragt und dann analysiert, welche Bedürfnisse der Eltern und damit welcher Bedarf anerkannt wird. Mit vielen Zahlen versorgte Geschäftsleiter Christian Richter somit den Marktgemeinderat am Dienstagabend.

Selbst betreibt die Kommune vier Kindergärten, die Arbeiterwohlfahrt als freier Träger das Kinderhaus „Regenbogen“ mit drei Kindergarten- und drei Krippengruppen. Insgesamt ergeben sich somit 240 Betreuungsplätze in zehn Kindergartengruppen sowie 45 Krippenplätze in drei Gruppen. Tagesmütter werden hingegen kaum nachgefragt, so Bürgermeister Anton Kerle.

Freie Plätze gibt es aber nur in den Kindergärten Wollomoos (5) und Pipinsried (8). Sieben Kinder, die einen Platz im Kindergarten „Die kleinen Strolche“ in Altomünster buchen wollten, sind deshalb in diese Orte ausgewichen mit der Aussicht, in einem Jahr doch in den Wunschkindergarten wechseln zu können. Doch wird nach Ansicht der Verwaltung die Zahl der nicht zu berücksichtigenden Wünsche für einen Betreuungsplatz in Altomünster selbst weiter ansteigen, was möglicherweise zu einer vierten Gruppe bei den Kleinen Strolchen führen wird, wenn die Umbaumaßnahmen an der Schultreppe 3 und 4 abgeschlossen sind. 20 Kinder besuchen zudem Einrichtungen außerhalb des Gemeindegebiets wie etwa den Waldkindergarten Erdweg (10 Kinder)

Stark nachgefragt wird jedes Jahr auch die Schülerbetreuung. Momentan sind es dort 96 Buben und Mädchen, im nächsten Schuljahr werden es 92 sein. Die Planungen für eine Erweiterung laufen bereits. „Ein Jahr lang wird es wohl noch eng zugehen“, so Christian Richter. Die Zahlen an der Mittelschule hingegen gehen weiter zurück.

Die Bedürfnisse der Eltern wurden mithilfe von 1000 Fragebögen ermittelt. 307 kamen an die Verwaltung zurück. Das Ergebnis: Lediglich bei drei Prozent entspricht der Betreuungsplatz in Bezug auf die Betreuungsform nicht den Bedürfnissen, bei drei Prozent hinsichtlich der Öffnungszeiten oder die pädagogische Ausrichtung. 

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