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Ein Jahr Krebs-Selbsthilfegruppe in Altomünster

Einfach füreinander da sein

Seit fast einem Jahr gibt es in Altomünster eine Krebs-Selbsthilfegruppe. Gegründet wurde sie von Evi Riener, die 2015 selbst die Diagnose Brustkrebs bekommen hat. Die Gruppe entwickelt sich sehr positiv, so ihr Fazit.

Von Sabine Schäfer

Altomünster – Es geht um Hilfe und Austausch und um das Motto, das Evi Riener seit ihrer Erkrankung verinnerlicht hat: „einfach leben“. So treffen sich die etwa zehn Mitglieder der Gruppe, zumeist Frauen, jeden dritten Mittwoch im Monat im Seminarraum 1 der Vhs Altomünster (Eingang Jörgerring).

„Alles ist sehr harmonisch und beweist das echte Interesse an der Gruppe“, so Evi Riener. Man will sich gegenseitig stützen, reden, füreinander da sein. In der Gruppe ist jeder behütet. Doch die Gruppe könne weder den Arzt ersetzen, noch will man ein „Jammerverein“ sein oder werden. Evi Riener und ihre Gruppenmitglieder – größtenteils mittleren Alters – aus Altomünster und der weiteren Umgebung treffen sich ab und zu auch im Biergarten, zum Brunch, oder unternehmen Ausflüge. So waren die Frauen samt Ehemännern gerade erst im Allgäu. Vor kurzem haben sie auch eine Kräuterführung mit Apotheker Dr. Stefan Schultes mitgemacht. „Krebs ist nicht immer unser Thema. Uns geht es auch darum, zusammen zu entspannen“, so die 65-Jährige, die seit einiger Zeit in vorgezogener Rente ist und sich freut, dass ihre Idee, eine solche Gruppe zu gründen, offensichtlich richtig war. Es sei viel Vertrauen entstanden, ein reger Austausch über alles Mögliche, ein unbeschwertes Zusammensein.

Sich selbst sieht Evi Riener in der Rolle einer Moderatorin, und auch das allenfalls bei den Gesprächen. Jeder soll ein vollwertiges Mitglied sein, findet sie.

Evi Riener hat noch jede Menge Ideen, auch wenn jeder seine eigenen Ideen und Interessen einbringen soll. So will die Gruppe beispielsweise zu einem Bio-Winzer in die Pfalz, zu einer Bio-Kosmetikfirma und sich im Herbst mit der seit 35 Jahren bestehenden Friedberger Gruppe mit 35 Mitgliedern treffen.

Evi Riener möchte vor allem, dass sich auch ihre Gruppe entwickelt und würde sich freuen, wenn noch mehr Betroffene dazustoßen würden. „Es ist doch schade, wenn Tumorpatienten alles mit sich selbst abmachen.“

Das nächste Treffen

der Selbsthilfegruppe findet am Mittwoch, 19. September, statt. Evi Riener ist erreichbar unter Telefon 01 60/ 5 25 19 98, Email: riener2013@aol.de. Sie beantwortet auch gerne Fragen, wenn jemand noch nicht weiß, ob die Gruppe für ihn das Richtige ist.

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