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Beliebt bei den Kunden der Eisdiele am Marktplatz ist die Freifläche. 

Eiscafé in Altomünster

Freifläche: Bereicherung oder Hindernis?

Großen Zuspruch findet die Eisdiele am Marktplatz in Altomünster. Denn nicht nur das Eis ist an heißen Tagen begehrt, sondern auch die Sitzplätze auf der Freifläche. Doch genau um diese Fläche entspann sich eine Diskussion im Marktgemeinderat.

Von Gisela Huber

Altomünster – Darf das Podium vor der Eisdiele über den Winter bleiben oder muss es wie bisher abgebaut werden, das war eine große Frage, mit der sich der Gemeinderat Altomünster noch in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zu beschäftigen hatte. Der Pächter der im Altomünsterer Rathaus integrierten Eisdiele hatte darum gebeten, die Freifläche auch im Winter stehen lassen zu dürfen. Der Abbau für die vereinbarte Zeit von Mitte November bis Ende Januar sei immer mit Kosten verbunden und das Podium selbst würde dadurch auch nicht besser.

Hauptgrund für den vereinbarten Abbau war bei der Vertragsunterzeichnung vor allem der Christkindlmarkt, denn diese Fläche vor dem Haus belegt schon seit Jahrzehnten die Kolpingfamilie für ihre Stände. Nicht nur Josef Riedlberger fand deshalb, dass man die Standortfrage für den Christkindlmarkt erst mal mit den betroffenen Vereinen zufriedenstellend klären sollte. Da Kolping bereits signalisiert hatte, dass man auf jeden Fall am Marktplatz bleiben will, wie Bürgermeister Anton Kerle von ersten Gesprächen berichtete, müsse zwangsläufig jemand anderes seinen Platz zur Verfügung stellen. „Wir wollen aber niemanden von seinem angestammten Standplatz verdrängen“, behauptete er. Bernhard Stöhr dagegen meinte, dass es schon immer Verschiebungen gegeben habe und man sicher auch hier für die Betroffenen eine Lösung finden werde.

Wolfgang Grimm sah keine Probleme für den Christkindlmarkt und unterstrich die Aufwertung des Marktplatzes, die er durch die Eisdiele erfahren hatte. Schon auch wegen der Parkplätze im Winter sei der Vertrag damals so geschlossen worden, nämlich mit einem Abbau, erinnerte aber Elisabeth Glas und Wolfgang Graf plädierte für die Beibehaltung an der Regelung des Vertrages, denn mit der Freifläche den Sommer über sei man dem Pächter schon sehr entgegengekommen. Dieser sei schon sehr kompromissbereit, ergänzte Markus Hagl.

Dennoch plädierte Josef Wiedmann dann zusammen mit der Mehrheit des Gemeinderates und auch im Sinne des Bürgermeisters für eine Vertagung des Punktes. So soll jetzt bei der Vereinsbesprechung Ende September zum Christkindlmarkt mit den Vereinen noch ganz klar abgesprochen werden, wie die Stellplatzfrage geklärt werden könnte. Erst dann wird sich der Gemeinderat erneut mit dem Thema beschäftigen und mit dem Pächter verhandeln.

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