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Zwei Hochengagierte: August Hofmann und Josef Hamberger (mit Urkunden, v.l.) wurden von Bürgermeister Anton Kerle (l.) ausgezeichnet. 

Zwei, die ihresgleichen suchen

Josef Hamberger aus Kiemertshofen und Augustin Hofmann aus Randelsried sind mit der Silbernen Ehrennadel der Marktgemeinde Altomünster ausgezeichnet worden.

Altomünster– Bürgermeister Anton Kerle hatte beim Ehrenamtsabend die schöne Aufgabe, zwei Mitbürger besonders hervorzuheben und mit der Silbernen Ehrennadel des Marktes Altomünster auszuzeichnen.

Die Auszeichnung ging unter großem Applaus an Josef Hamberger aus Kiemertshofen und Augustin Hofmann aus Randelsried. Als besondere Begabung hob Kerle bei Josef Hamberger dessen Menschenkenntnis und Führungseigenschaften hervor, mit der er es immer wieder verstehe, die Dorfgemeinschaft Kiemertshofen mit den unterschiedlichsten Charakteren zu motivieren, so dass alle an einen Strang ziehen. „Er schafft es so auch immer, die Jugend einzubinden, so dass ein intaktes Dorfleben mit Jung und Alt stattfindet und gerne miteinander gefeiert wird“, sagte Kerle. So sei es kein Wunder, dass die Dorfgemeinschaft Kiemertshofen auf Hambergers Initiative hin bereits sechs Mal an den historischen Markttagen in Aichach teilgenommen hat. Unter seiner Federführung waren sie auch bei den Altomünsterer Festen dabei, wie dem Barockfest, dem Bahnfest oder dem Stromlos- Fest und auf dem Christkindlmarkt.

Josef Hamberger hat sich aber nicht nur als hervorragender Organisator erwiesen, sondern auch als eingefleischter Schütze der Eichenlaubschützen im Schützengau Altomünster. Seit 1977 ist er im örtlichen Verein dabei, übernahm von 1989 bis 1995 das Amt des Sportleiters, war danach bis 2001 zweiter Jugendleiter und ist seit 2002 Schützenmeister von Eichenlaub.

Seine größten Lorbeeren aber hatte er sich mit der Idee, der Planung und Durchführung des „Gemeinschaftshauses Kiemertshofen“ verdient. Da die Schützen damals schon einige Zeit heimatlos waren, kam die Idee für dieses Großprojekt, bei dem wieder alle unter Hambergers Regie angepackt und mitgemacht haben. „So konnte das Haus beinahe in vollständiger Eigenleistung errichtet werden“, lobte der Bürgermeister.

„Das zeichnet die Ehrenamtler aus: Sie sind absolut ruhige Typen, fahren nie aus der Haut und verbergen damit ein Geheimnis ihres Erfolgsrezeptes“, sagte Kerle. Das treffe auch für Augustin Hofmann zu. Auch er wirkt seit Jahrzehnten überall mit, so in der Kirchenverwaltung Randelsried, seit 24 Jahren, im Krieger- und Soldatenverein, wo er seit 2000 nicht nur Reservistenvertreter, sondern auch zweiter Vorsitzender ist und auch für die Kriegsgräber sammelt. Bei der Feuerwehr Randelsried ist er seit 40 Jahren aktives Mitglied, seit 20 Jahren Kassenprüfer und wirkte dort bei der 100-Jahrfeier kräftig im Festausschuss mit.

Hofmanns großes Herz aber schlägt für den Schützenverein oder genauer für zwei Schützenvereine, denn mittlerweile ist er seit 2000 sowohl für die Randelia Randelsried, als auch seit 2004 für Eisenreich Asbach als Schützenmeister verantwortlich. Schon im Jahr 1979 wurde er bei Randelia zum 2. Sportleiter gewählt, vier Jahre später wurde er 1. Sportleiter und war immer aktiv, wenn es um sportliche Begegnungen ging oder um das 60-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe 1982. Federführend war er auch bei der Organisation des 51. Gauschießens sowie dem gemeinsamen Gründungsjubiläum von Randelia und Eisenreich.

Sehr rührig war Gusti Hofmann aber vor allem beim Bau des neuen gemeinsamen Schützenheimes sowie dem Umbau des Pfarrheims in Randelsried. Hier kümmert er schon seit 1996 hauptverantwortlich um die Bewirtung und den Unterhalt beider Gebäude. Zeitweise war er sogar selbst als Vereinswirt tätig. Auch bei allen überörtlichen Festen wie den historischen Markttagen in Altomünster oder dem Bahnfest ist Gusti Hofmann unermüdlicher Organisator und Helfer gewesen. „Durch sein Engagement trägt er maßgeblich dazu bei, dass das Vereinsleben und der gesellschaftliche Zusammenhalt in beiden Orten bestehen bleibt“, betonte Bürgermeister Kerle.

Der Bürgermeister dankte den beiden rührigen Männern von Herzen für ihren Einsatz und übergab ihnen mit Freude die Ehrennadeln sowie je einen kleinen Geschenkkorb. Danach durften die Geehrten sich unter viel Applaus noch ins Ehrenbuch der Marktgemeinde eintragen.

Gisela Huber

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