Immer gut ausgelastet: der Kindergarten Oberzeitlbach.
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Immer gut ausgelastet: der Kindergarten Oberzeitlbach.

Altomünster: Die meisten Kitas sind voll ausgelastet

Kindergärten kommen in Altomünster an ihre Grenze

Die Marktgemeinde Altomünster wächst. Viele junge Familien haben sich neu angesiedelt oder werden es noch tun, betrachtet man die vielen Baugebiete. Demzufolge wird es auch in so manchem Kindergarten eng. Die aktuelle Lage und die Entwicklung waren jetzt Thema im Gemeinderat.

Altomünster – „Wir haben eine gute Auslastung, haben aber auch alles gut hinbekommen“, zeigte sich Bürgermeister Michael Reiter in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend zufrieden. Die Zahlen, die Geschäftsleiter Christian Richter präsentierte, zeigen, dass die Verwaltung in Altomünster ihre Hausaufgaben gemacht und rechtzeitig Kapazitäten geschaffen hat, etwa mit einer vierten Kindergartengruppe im Kindergarten „Kleine Strolche“ in den sanierten Räumen in der Schultreppe 4.

Fast alle Kinder seien wohnortnah untergebracht. Aber die Gemeinde stehe wohl bald wieder vor der Entscheidung, irgendwo zu erweitern. Richter schränkte ein: „Vor dem Problem, schnell etwas entscheiden zu müssen, stehen wir nicht.“

Allerdings machten der Gemeindechef und der Geschäftsleiter deutlich, dass man unter dem Fachkräftemangel leide. Darum sei man jetzt dazu übergegangen, das letzte Ausbildungsjahr von Erzieherinnen (Anerkennungsjahr) als Praktikumsjahr zu werten. Dadurch habe man „fast fertige Erzieherinnen und viel Manpower“, so Christian Richter.

Kindergarten Wollomoos leicht überbelegt

Kreativ, aber letztlich zur Zufriedenheit aller gelöst, wurde die leichte Überbelegung im Kindergarten Wollomoos. Aktuell sind dort 25 Kinder in einer Gruppe. Doch nur zwei wechseln in die Schule. Dafür kommen fünf Kinder dazu, ausschließlich Geschwisterkinder. „Die kann man nicht trennen“, meinte Christian Richter. Eine Ausnahmegenehmigung, dass die Kinder in Wollomoos bleiben dürfen, hat das Landratsamt bereits erteilt. Bei dem großen Gruppenraum im Kindergarten seien selbst 28 Kinder kein Problem, hieß es zudem.

Gut nachgefragt ist heuer auch der Kindergarten Pipinsried, bei dem es in früheren Jahren öfter Schwankungen gegeben hat. Im September 2021 stehen in der Gruppe (aktuell 18 Kinder) nach den derzeitigen Anmeldungen nur noch vier freie Plätze zur Verfügung, die sich ab April auf zwei reduzieren.

Über mangelnden Zuspruch können sich die Erzieherinnen des zweigruppigen Kindergartens Oberzeitlbach (50 mögliche Plätze) nie beklagen. „Wir haben in jedem Jahr mehr Anmeldungen als verfügbare Plätze“, so der Geschäftsleiter. Deswegen ist in der zweigruppigen Einrichtung ab September kein Platz mehr frei, denn den im September 35 verbleibenden Buben und Mädchen stehen 21 Neuanmeldungen gegenüber. Sechs Eltern wurde der Besuch einen anderen gemeindlichen Kindergartens angeboten. Die Eltern haben sich für die Kleinen Strolche entschieden. Schließlich haben Eltern keinen Anspruch auf einen bestimmten Kindergarten, sondern nur auf einen Kindergartenplatz überhaupt.

Bei den Kleinen Strolchen stehen ab September noch 14 Plätze zur Verfügung.

26 Kinder in auswärtigen Einrichtungen

Beim BRK-Kindergarten Regenbogen handelt es sich um eine Einrichtung mit zwei Regelgruppen und einer Integrationsgruppe, was eine andere Zählweise nach sich zieht. Maximal 15 dürfen in der Integrationsgruppe sein, so Christian Richter: zehn Regelkinder und fünf mit erhöhtem Betreuungsbedarf. Da heuer nur drei Integrationsplätze nachgefragt wurden, hat man sich für Einzelintegration entschieden, und nicht für eine komplette Gruppe. „Das entspannt den Markt“, so Richter.

26 Kinder besuchen auswärtige Einrichtungen. „Das macht eine ganze Gruppe aus. Wenn wir die auch noch unterbringen müssten, hätten wir ein Problem.“ Der Geschäftsleiter zeigte sich überdies froh, „dass wir für die Schülerbetreuung die Erweiterung vorgenommen haben“. Hier liege man stabil bei rund 100 Kindern.

In der Grundschule nimmt die Zahl der Kinder konstant ab. Mittlerweile sind es nur noch 299 Buben und Mädchen. Bei den Mittelschülern zeigt sich ein kleiner Aufschwung: Waren es im vergangenen Jahr 130 Schüler, sind es heuer 144. Davon stammen 110 aus Altomünster, der Rest kommt aus der Mitgliedsgemeinde der Verbandsgemeinde Hilgertshausen-Tandern.

sas

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