Gemeinderat für Gründung eines regionalen Zweckverbands

Klärschlamm in die GfA

Andere Gemeinden haben es vorgemacht, jetzt zieht Altomünster nach: Auch die Marktgemeinde will den Klärschlamm in der GfA entsorgen.

Klärschlamm fällt in Kläranlagen an. Die Entsorgung wird stets heiß diskutiert (Symbolbild).

Altomünster – Momentan entsorgt die Gemeinde Altomünster den in der Kläranlage Zeitlbachtal erzeugten Klärschlamm in der Verbrennungsanlage Steinhäule bei Ulm. Erst am 1. Januar dieses Jahres ist die Marktgemeinde dem Zweckverband „Klärschlammverwertung Steinhäule“ beigetreten. Davor gab es sieben Jahre lang nur eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung.

Mit der Mitgliedschaft im Zweckverband könnte aber schon bald Schluss sein. Denn der Marktgemeinderat hat sich in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause einstimmig darauf geeinigt, wie schon andere Gemeinde im Landkreis Dachau und Fürstenfeldbruck eine Absichtserklärung zur Gründung eines regionalen Zweckverbands zu unterzeichnen. Eine entsprechende Initiative läuft seit Herbst 2018 in den beiden Landkreisen mit dem Ziel, im Herbst 2020 oder im Frühjahr 2021 eine interkommunale und regionale Klärschlammentsorgung, sprich Verbrennung, voraussichtlich auf dem Gelände der GfA zu organisieren. Eine entsprechende Machbarkeitsstudie liegt bereits vor und beurteilt diese Kooperation in vielerlei Hinsicht positiv.

Auch das Altomünsterer Gremium sieht das so. Geiselbullach sei vor allem aus ökologischen und Kostengründen besser, argumentierte Bürgermeister Michael Reiter (Freie Wählergemeinschaft Altomünster). „Immerhin transportieren wir durchschnittlich rund 700 Tonnen Klärschlamm pro Jahr über die Autobahn“, so Reiter. Die Transportlänge reduziere sich von etwa 100 Kilometer auf etwa 30 Kilometer.

Günstiger und umweltfreundlicher

Bei den Transportkosten ergibt sich zudem eine Minderung von knapp 23 Euro je Tonne auf 13,60 Euro je Tonne. Ganz wichtig ist dem Gemeindechef aber der Hinweis, den er in die Absichtserklärung einfließen lassen möchte: Der Markt Altomünster darf keinen Nachteil erleiden, wenn er aus dem Zweckverband Steinhäule ausscheidet. Geschäftsleiter Christian Richter sieht da keine großen Steine im Weg liegen. Altomünster habe nur einen Anteil von 0,66 Prozent an der Gesamt-Entsorgungsmenge in Steinhäule.

Umweltreferent und dritter Bürgermeister Josef Riedlberger (CSU) begrüßte eine solche Absichtserklärung ausdrücklich. In der Anlage Geiselbullach soll eine Phosphatrückgewinnung vorbereitet werden, erklärte Riedlberger. Schließlich seien dort Investitionen im zweistelligen Bereich geplant. Auch er sieht keine große Gefahr, nicht aus dem Zweckverband Steinhäule rauszukommen.

Sabine Schäfer

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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