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Take Off Your Shirts spielte im Kapplerbräu eigene So ngs, eine Mischung aus verschiedenen Stils, sehr gitarrenlastig und gut zum Tanzen.

Kneipenfestival in Altomünster

16 Bands bei der 16. Auflage

Einmal im Jahr, immer im Frühling, ist es wieder in Altomünster soweit: Der Marktplatz pulsiert, aus allen Ecken tönt Musik, überall tummeln sich Partygänger. Dann ist wieder Kneipenfestival. Auch dieses Jahr machten die Altomünsterer die Nacht zum Tag und feierten bis in die frühen Morgenstunden.

Altomünster – Sieben Bühnen, 16 Bands, zwei DJs, viele verschiedene Musikstile: Bei der 16. Auflage des Altomünsterer Kneipenfestivals setzte der Veranstalter, der Verein Alto-Bad, auf ein bewährtes Konzept. Der Plan ist wieder einmal aufgegangen. Trotz des regnerischen Wetters konnten sich die Organisatoren und Wirte über zu wenig Gäste nicht beklagen.   

Musik gab es im Gasthaus Maierbräu, in der Maierbräu Kellerbar, im Barwerk beim Herzog, im Kapplerbräu, im Kapplerbräu-Rossstall, im Kapplerbräu-Pub und im Café Mair. In allen Locations drängten sich die Menschen, von Teenagern bis zu Senioren. Es war heiß, es war voll, es gab kaum mehr ein Durchkommen.

Viele Gäste wanderten von Ort zu Ort, um möglichst viele Konzerte zu erleben. Denn überall war etwas anderes geboten. Das Repertoire reichte von Rock über Soul bis hin zu Rap, von Coversongs bis hin zu selbstkomponierter Musik. Beim Maierbräu rockte sogar Wirt Toni Christl selbst mit. Er spielte Gitarre bei der Band Big Back, die sozusagen ein Heimspiel hatte und mit Klassikern wie „Summer of 69“, „Highway to Hell“ oder „Party Like Tomorrow Is The End Of The World“ für gute Stimmung sorgte.

Eine Etage tiefer gab es in der Kellerbar bayerisch-alternativen Punkrock von den Jungs von „Kalapi“ zu hören. Selbstkomponierte Songs mit deutschsprachigen Texten und eingängigen lauten Punk-Melodien machten dieses Konzert aus. Einen ganz eigenen Charakter hatte auch die Musik von „The Escalateurs“ im Kapplerbräu-Pub. Mit einem Mix aus Neuer Deutscher Welle, Indie-Rock, Discobeats und Post-Punk brachte die Newcomer-Gruppe das Publikum zum Tanzen. Etwas ruhiger ging es im Café Mair zu. Nur mit seiner Gitarre trat dort der Singer-Songwriter Jordan Prince aus New Orleans auf und regte mit seiner gefühlvollen, sensiblen Stimme das Publikum zum Träumen an.

Blues-, Jazz- und Swing-Fans wiederum kamen zum Beispiel im Barwerk bei der Jakarta Blues Band auf ihre Kosten, wer lieber Rap mochte, war im Kapplerbräu bei „SoulJam“ richtig. „Wenn ich sag Alto, sag mir Münster“, rappte George 33 gemeinsam mit den Altomünsterern.

Da war es schon weit nach Mitternacht. Trotzdem tanzten und sangen immer noch alle begeistert mit. Die Konzerttour war noch lange nicht zu Ende, schließlich ist Kneipenfestival in Altomünster nur einmal im Jahr.

cla

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