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Kasimir Solms-Baruth (l.) und Franz Bründler (3.v.l.) vom Kreisfeuerwehrverband verabschiedeten zusammen mit Martin Haberl (2.v.l., hinten) Feuerwehrvorstand Hans Wackerl (4.v.l.) und Kommandant Peter Heinrich (rechts). Glück gewünscht wurde dem neuen Kommandanten Sebastian Eggendinger (2.v.r.) und seinem Stellvertreter Josef Schweighart (3.v.r., hinten). 

Nach zwölf Jahren

Kommandant Peter Heinrich gibt Führung ab

Wechsel an der Führungsspitze der Freiwilligen Feuerwehr Altomünster: Bei der Jahresversammlung  verabschiedete sich Kommandant Peter Heinrich aus dem Amt.

  • An der Führungsspitze der Freiwilligen Feuerwehr Altomünster gab es einen Wechsel.
  • Nach zwölf Jahren verabschiedete sich Peter Heinrich aus dem Amt.
  • Vorher hatte er aber nur lobende Worte für seine Feuerwehr. 

Altomünster – Zwölf Jahre stand Peter Heinrich der Stützpunktwehr Altomünster mit derzeit 75 Aktiven (darunter sechs Frauen) als Kommandant vor. Im voll besetzten Stüberl des Maierbräu stellte er sich bei den Neuwahlen nicht mehr zur Verfügung. Die Wahlen der Kommandanten (sechs Jahre) und des Vorstands des Feuerwehrvereins (drei Jahre) waren allerdings kein Problem. Ins Amt des 1. Kommandanten folgte Sebastian Eggendinger. Als stellvertretender Kommandant wurde Josef Schweighart junior gewählt. Beide verfügen über eine umfangreiche Ausbildung und waren bisher als Zugführer im Einsatzdienst der Wehr tätig. Schweighart war zudem Schriftführer und Pressewart. Dieses Amt übernimmt nun Alto Weißkopf.

Vorsitzender des Vereins bleibt Martin Haberl. Er bekommt einen neuen Stellvertreter in Person von Florian Metzger. Der bisherige zweite Vorsitzende Hans Wackerl gab sein Amt ebenfalls nach 12 Jahren ab. Kassier bleibt Thomas Grimm, der aber ebenfalls seinen Rückzug nach dieser Wahlperiode ankündigte.

„Wir probieren weiterzuführen, was so perfekt vorgearbeitet wurde“, versprach der neue erste Kommandant Sebastian Eggendinger.

Peter Heinrich blickte in seinem letzten Jahresbericht mit Stolz auf das vergangene Jubiläumsjahr zurück. Mit großem Zusammenhalt hätten die Floriansjünger 57 Einsätze gemeistert. Heinrich hob besonders die Unterstützungseinsätze bei der Schneekatastrophe in den südlichen Landkreisen gleich zu Beginn des Jahres hervor sowie den Großbrand in Übelmanna im Oktober. „Obwohl unzählige zusätzliche Arbeitsstunden für die Jubiläumsfeierlichkeiten notwendig waren, habt ihr keine Übung ausgelassen“, betonte der 62-Jährige.

Durchschnittlich rückten die freiwilligen Frauen und Männer werktags zwischen 6 und 18 Uhr mit 14 Einsatzkräften zu Hilfeleistungen und Bränden aus. Auch galt es, zwei ABC-Einsätze und zehn Sicherheitswachen abzuarbeiten.

Die Feuerwehr investierte zudem in vielfältige Ausbildungen der Mannschaft. So sind 2019 rund 2300 Stunden für die Weiterbildung der ehrenamtlichen Kräfte zusammengekommen. Weitere 3000 Stunden wurden für Pflege- und Wartungsarbeiten an Gerätschaften und Haus, Verwaltung und EDV-Arbeiten aufgebracht. Hier hob Peter Heinrich insbesondere den langjährigen Gerätewart Klaus Thalhofer mit 930 Arbeitsstunden hervor. „Klaus erfüllt unsere Idealvorstellungen. Er war immer da und man konnte ihn immer alles fragen.“

Viel Lob gab es zudem für Pressewart Josef Schweighart, der die Feierlichkeiten im vergangenen Jahr auch moderierte. „Das, was wir bei unserem Jubiläum an positiver Resonanz erfahren haben, ist zum großen Teil ihm zu verdanken“, so Heinrich.

Das Jubiläumsjahr stand ebenfalls im Mittelpunkt des Rückblicks vom Vorsitzenden Martin Haberl. Schon während der Planungen habe man es sich zum Ziel gesetzt, ein buntes Programm für alle Alters- und Interessensgruppen zu präsentieren. Dies sei nach fünf unterschiedlichen Veranstaltungen und vielerlei positiven Rückmeldungen wohl auch gelungen. Der Dank Haberls richtete sich dabei nicht nur an die fleißigen Helfer, sondern auch an die vielen interessierten Besucher der Veranstaltungen. „Es war ein gelungenes und erfolgreiches Jahr.“

Kassier Thomas Grimm konnte noch ein Adjektiv hinzufügen: „Es war ein ertragreiches Jahr.“ Vor allem wegen des Crowd-Fundings der Volksbank-Raiffeisenbank, bei dem jeder gespendete Euro durch die Bank verdoppelt wurde. So konnten neue Atemluftflaschen angeschafft werden. Außerdem will man in einen weiteren Defibrillator investieren und die Umrüstung eines Fahrzeugs mitfinanzieren.

Mehr als angebracht fand es Altomünsters Bürgermeister Anton Kerle, Dank zu sagen für die vielen Veranstaltungen im arbeitsreichen Jahr 2019. „Das hat euch in der Bevölkerung und außerhalb bekannter gemacht.“ Die Vorstellung, jederzeit auf die professionell ausgebildete Feuerwehrmannschaft vertrauen zu können, verleihe jedem Einwohner in und um Altomünster ein sicheres Gefühl, so Kerle. „Das ist wohl eure Motivation und dafür danke ich euch.“

Sabine Schäfer

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