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Wollen gemeinsam anpacken: die 20 CSU-Kandidaten mit Landrat Stefan Löwl, der als Wahlleiter fungierte. An der Spitze ist Bürgermeisterkandidat Anton Kerle (2.v.l.)

Kommunalwahl 2020/Altomünster: CSU nominiert wieder Anton Kerle

100 Prozent für Anton Kerle

Es war eine klare Angelegenheit für Anton Kerle: Der amtierende Gemeindechef von Altomünster bewarb sich am Donnerstagabend erneut als Bürgermeisterkandidat für die CSU. Mit großem Erfolg. 

Altomünster – Prominente Unterstützung hatte der CSU-Ortsverband Altomünster bei seiner Nominierungsversammlung im Gasthaus Maierbräu. Nicht nur Bezirkstagspräsident Josef Mederer, selbst aus Altomünster, sondern auch Landrat Stefan Löwl war der Einladung des Ortsvorstandes gefolgt.

Löwlfungierte dabei nicht nur als Wahlleiter, sondern nutzte auch die Gelegenheit, kräftig für die CSU-Politik im Landkreis, für die Kandidaten und das Ehrenamt zu werben. „Wir haben 20 hauptamtliche Politiker im Landkreis und 400 ehrenamtliche. Das seid Ihr, die Gemeinderäte. Ihr seid die Basis, dass man hier etwas bewegen kann.“

Löwl hatte sogar ein unerwartet großes Publikum. denn nicht nur die etwa 60 Teilnehmer, davon 28 Wahlberechtigte, hörten ihm zu: Die Versammlung wurde per facebook live übertragen. In Unterzeitlbach gab es sogar ein „public viewing“.

Bürgermeisterkandidat Anton Kerle nannte er einen, der im Kreistag unter anderem immer anschiebe, „der verantwortungsvoll mit Problemen umgeht und gute Lösungen findet“.

Ortsvorsitzender Christian Schweiger bezeichnete Kerle als „dezidierten Finanzfachmann, bestens geschult in Personalführung und in allen Bereichen der Kommunalpolitik“. Zudem sei er als Vater von „fünf Jungs gestählt fürs Leben“, immer korrekt und dem Bürger soweit wie möglich entgegenkommend. „Altomünster ist eine Erfolgsstory geworden“, so Christian Schweiger. Dank des amtierenden Bürgermeisters, der seine Versprechen gehalten habe und ein „engagierter Arbeiter für die Heimat“ sei.

Anton Kerle selbst bezeichnete denn auch die vergangenen Jahre als die „sechs schnellsten, intensivsten, und lehrreichsten Jahre“ seines Lebens, aber auch als die „sechs arbeitsreichsten und erfolgreichsten“. Es seien in allen Bereichen Dinge gemacht worden, die für die Gemeinde essentiell seien: in Kinderbetreuung und Schule, bei der Abwasserbeseitigung, bei der Klärschlammbeseitigung, dem geplanten Hochwasserkonzept, im Straßenbau, bei den Bauleitverfahren. Und schließlich stehe die Marktgemeinde auch finanziell gut da. „Altomünster hat eine günstige Bewertung der dauerhaften Leistungsfähigkeit.“

Herausforderungen sieht Kerle im demografischen Wandel und der damit einhergehenden nötigen medizinischen Versorgung, der Barrierefreiheit und Mobilität. Ihn treibe zudem der angespannte Wohnungsmarkt für Normalverdiener um, der zunehmende Pendlerverkehr, der Arten- und Klimaschutz. Zudem würden immer mehr Lasten bei den Kommunen auflaufen, wie etwa die ganztägige Betreuung von Schulkindern ab 2025.

Hier gelte es Weichen zu stellen mit solider Haushaltsführung. „Ich traue mir das zu und ich bitte Sie, mich zu unterstützen.“ Das taten die Wahlberechtigten auch zu hundert Prozent.

25 mal ja sagten die Wahlberechtigten zur Liste der 20 Kandidaten. Eine Liste, die Vorsitzender Christian Schweiger als „jünger, weiblicher und modern“ beschrieb. Zum „Manifest des Neuanfangs“ des gesamten Ortsverbandes sei man stolz auf die Leute, die mit uns Politik machen“. Amtierende und teils altgediente Gemeinderäte hätten dabei den „Newcomern“ vorne Platz gemacht oder seien nicht mehr angetreten. So wie Wolfgang Graf, Wolfgang Grimm, Karl Reiter, Maria Riedlberger und Dr. Stephan Schultes.

Eine der überraschendsten Kandidaten ist die frühere Gemeinderätin Claudia Geisweid, die nach ihrem Austritt 2013 aus der SPD im gleichen Jahr erfolglos bei der Nominierungsversammlung der Freien Wähler antrat. Auf der CSU-Liste kandidiert sie, wie zehn andere, als Parteilose. Im Falle ihrer Wahl will sie in den Kulturausschuss.

1. Anton Kerle, 57, amtierender Bürgermeister, Wollomoos; 2. Maria Buchberger, 53, Bilanzbuchhalterin, Altomünster; Prof. Florian Hörmann, 41, Hochschullehrer, Altomünster; 4. Martina Englmann, 49, Betriebswirtin, Hohenzell; 5. Sebastian Eggendinger, 26, selbstständiger Garten- und Landschaftsbauer, Altomünster; 6. Claudia Geisweid, 60, Präsentationsgrafikerin, Altomünster; 7. Hans Schweiger, 53, selbstständiger Bauunternehmer, Schmelchen; 8. Marianne Kerle, 50, Landwirtin, Wollomoos; 9. Christian Setzmüller, 33, Mitarbeiter bei Telefonica; 10. Josef Stichlmair, 29, Bankbetriebswirt, Randelsried; 11. Josef Riedlberger, 59, Nebenerwerbslandwirt und Berater für viehhaltende Betriebe, Xyger; 12. Georg Huber, 39, Landmaschinenmechaniker und Landwirtschaftsmeister, Altomünster; 13. Roland Schweiger, 57, selbstständiger Bauunternehmer, Unterzeitlbach; 14. Peter Sturm, 42, Maschinenbautechniker und Produktmanager, Plixenried; 15. Christiane Vogt, 52, Diplomingenieurin für Elektrotechnik, Altomünster; 16. Theresia Stegmeir, 54, Landwirtin, Plixenried; 17. Marco Schweiger, 24, Zimmerermeister und Bautechniker, Asbach; 18. Johann Nassl, 29, Landmaschinenmechaniker, Deutenhofen; 19. Robert Simm, 37, Mitarbeiter im Einkauf bei Krauss Maffei; 20. Maximilian Schweiger, 28, Maurermeister und Techniker, Unterzeitlbach.

sas

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