Claudia Geisweid ist auch diesmal nicht im Gemeinderat.
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Claudia Geisweid ist auch diesmal nicht im Gemeinderat.

Claudia Geisweid große Verliererin

FWG-Bürgermeister verfügt über Mehrheit

Der neue FWG-Bürgermeister Michael Reiter kann mit einer Mehrheit in Altomünster regieren. Die hatte die Freie Wählergemeinschaft schon 2014 mit zehn Sitzen.

  • Der neue Bürgermeister von Altomünster Michael Reiter erlangt mit der FWG die Mehrheit im Gemeinderat.
  • Die hatte die Wählergemeinschaft aber schon seit der letzten Kommunalwahl.
  • Der ehemalige Bürgermeister Anton Kerle ist ab der nächsten Legislaturperiode im Gemeinderat vertreten. 

Altomünster – Der neue FWG-Bürgermeister Michael Reiter kann mit einer Mehrheit in Altomünster regieren. Die hatte die Freie Wählergemeinschaft auch schon 2014 mit zehn Sitzen. Das Verhältnis im Marktgemeinderat bleibt also gleich. Das heißt, dass die CSU erneut neun Sitze innehat. Neu dabei ist die FDP mit einem Sitz.

Die CSU hat insgesamt einen Stimmenanteil von 44,8 Prozent auf sich vereinigen können, die Freien Wähler 50,0 Prozent und die FDP 5,2 Prozent. Stimmberechtigt waren 6247 Bürger. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,6 Prozent. Gültig waren 99,9 Prozent der Stimmen.

Für die CSU sind alle bisherigen Gemeinderäte, die sich nochmals aufstellen ließen, zum Zug gekommen. Anton Kerle belegt dabei mit 3549 Stimmen den ersten Platz – als Gemeinderat.

Kommunalwahl 2020 in Altomünster: Marianne Kerle ist große Gewinnerin bei der CSU

Große Gewinnerin bei der CSU ist Marianne Kerle, die von Platz acht auf der Liste mit 2831 Stimmen auf Platz zwei vorgewählt wurde. „Urgestein“, Landwirt und Umweltexperte Josef Riedlberger erhielt 2617 Stimmen und Platz drei. Gesetzt war er auf Platz elf. Ihm folgen Maria Buchberger, die wegen ihres Bekanntheitsgrads als Zugpferd auf Kandidatenplatz zwei gesetzt worden war, der Altomünsterer Feuerwehrkommandant und Newcomer Sebastian Eggendinger (2071 Stimmen) und die etablierten Gemeinderäte Georg Huber junior (Kandidatenplatz 12, 2056 Stimmen), die Hohenzellerin Martina Englmann (Kandidatenplatz 4, 2036 Stimmen) sowie Bauexperte Roland Schweiger (Kandidatenplatz 13, 1891 Stimmen). Von Platz 16 auf neun vorgewählt wurde die Plixenrieder Landwirtin Theresia Stegmeir mit 1677 Stimmen.

Große Verliererin ist auch diesmal die rührige Kulturbeauftragte der Gemeinde, Claudia Geisweid. Die frühere SPD-Gemeinderätin war 2014 zu den Freien Wählern gewechselt, erhielt damals aber zu wenig Stimmen für ein Mandat. Auch diesmal hat es als Parteilose auf der CSU-Liste nicht geklappt. Geisweid erhielt trotz großer Werbung für die Kultur nur 1377 Stimmen und landete auf Platz 14. Für eine Stellungnahme war sie gestern nicht zu erreichen.

Kommunalwahl 2020 in Altomünster: Hubert Günter bei der FWG ganz vorn

Bei der Freien Wählergemeinschaft Altomünster haben FWG-Sprecher Hubert Güntner (3564 Stimmen), Behindertenbeauftragter Manfred Keller (3248 Stimmen) und Michael Stich (2874 Stimmen) gut lachen. Sie landeten auf der neuen Gemeinderatsliste auf den gleichen Plätzen (zwei, drei und vier) wie auf der Kandidatenliste. Von Platz acht auf Platz fünf vorgewählt wurde die bisherige Altomünsterer Gemeinderätin und Landwirtin Elisabeth Glas (2411 Stimmen). Neu dabei und von Platz neun auf Platz fünf vorgehäufelt (1940 Stimmen) ist der Plixenrieder Architekt und Energieberater Stefan Gailer. Von Platz fünf auf Platz sieben der neuen Gemeinderatsliste ist mit 1939 Stimmen die Hohenzellerin Michaela Daurer, Tochter des früheren Gemeinderats Josef Schuri zurückgefallen. Einbußen hinnehmen musste der Thalhauser Markus Hagl. Er landete mit 1912 Stimmen auf Platz acht (Kandidatenliste: Platz sechs). Großer Erfolg für Susanne Luz aus Pipinsried: Sie wurde mit 1725 Stimmen von Platz 12 auf Platz neun platziert. Freuen darf sich auch Florian Metzger. Der 29-jährige Altomünsterer erreichte mit 1618 Stimmen Platz zehn.

Stimmenkönig bei den Freien Wählern aber ist mit 4442 Stimmen der jetzige Bürgermeister Michael Reiter. Wenn er die Wahl annimmt und bestätigt wird, kann für ihn Sebastian Huber, Schreiner und Holztechniker aus Schmarnzell, in den Gemeinderat nachrücken. Der 31-Jährige war Kandidat Nummer elf und erreichte jetzt 1578 Stimmen.

Kommunalwahl 2020 in Altomünster: Josef Haltmayr nicht mehr im Gemeinderat 

Nicht mehr dabei ist Josef Haltmayr, früher SPD, danach Kandidat 19 bei den Freien Wählern. Er erreichte den 12. Platz (1568 Stimmen). Er rutscht jedoch durch Hubers „Aufrücken“ auf Platz elf und wäre im Falle eines Falles erster Nachrücker bei den Freien Wählern.

Als dritte Kraft im Gemeindeparlament sitzt die FDP, wo allerdings die Listenzweite Susanne Köhler mit 979 Stimmen den Ersten Christian Ofer geschlagen hat. Der Vorsitzende des Elternbeirats an der Schule Altomünster bekam 795 Stimmen. Er war einer der fleißigsten Gemeinderats- und Ausschussitzungs-Besucher. 

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Sabine Schäfer

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