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Köpfe schwarz/weiß heißt diese imposante Skulptur des KVD-Mitglieds Klaus Herbrich aus Karlsfeld.

Mitglieder der Künstlervereinigung Dachau stellen ihre Werke noch bis 24. Juni im Museum Altomünster vor

22 beste Stücke in einer Ausstellung

Im Museum Altomünster ist die Ausstellung „Mein bestes Stück“ der Künstlervereinigung Dachau eröffnet worden.

Altomünster –Dabei gab es gleich eine zweifache Premiere, wie Museumschef Prof. Wilhelm Liebhart bei seiner Einführung betonte. Zum einen, weil hier am Ort zwar schon einige Künstler aus der Dachauer Künstlervereinigung (KVD) ausgestellt hätten, doch nie so eine Fülle von 22 Männern und Frauen; und andererseits deshalb, weil im KVD noch nie so viele Künstler außerhalb Dachaus gemeinsam ausgestellt hätten.

Der Schirmherr der Ausstellung, Bezirkspräsident Josef Mederer, sagte, es sei für ihn eine besondere Freude, „auftragsgemäß das Wort zu ergreifen“, denn der KVD gehöre zu den ältesten Künstlervereinigungen Oberbayerns und wird nächstes Jahr 100 Jahre alt. Mederer bezeichnete es als etwas Besonderes, dass die vielfältigsten Künstler ihr „bestes Stück“ in Altomünster zeigen, vielleicht auch das Stück, das ihnen am meisten am Herzen liegt und das sie am liebsten mögen.

Welche Gedanken die KVD-Mitglieder zu ihren Objekten und Bildern haben, ist im Begleitheft festgehalten, das auch einen Einblick in das Leben und die Ausbildung der Künstler gibt. Außerdem ist darin die Geschichte der Künstlervereinigung von Andreas Kreutzkam zusammengetragen worden. Ihren Anfang nahm die KVD in der Revolutionszeit der Jahre 1918/1919.

Maria Detloff, eine in Altomünster lebende Künstlerin, hatte die Ausstellung kuratiert und aufgebaut und durfte sie nun auch eröffnen. Sie empfahl den vielen Gästen aus dem ganzen Landkreis, darunter auch der KVD-Vorsitzenden Johannes Karl, die Ausstellung mit ihren Bildern, Skulpturen, Grafiken genussvoll anzuschauen und viel Freude daran zu haben.

Eva Kausch (Klavier) und Gudrun Huber (Violine) spielten Werke ihres holländischen Lieblingskomponisten Jos van den Dungen, der so temperamentvolle Stücke schrieb, dass sogar einmal der Geigenbogen davon flog. Die Musikerin konnte aber dann dennoch mit einem etwas zerfleddertem Bogen zu Ende spielen. Der kräftige Applaus war nicht nur ihnen sicher, sondern auch den 22 Künstlern, die wunderbare Stücke mitgebracht haben.

„Kunst ist nicht alltäglich oder banal“, sagte Liebhart abschließend, „und ihre Vielfalt läuft nicht dem Geschmack der Menschen nach, sondern will ihn bilden“. Gisela Huber

Öffnungszeiten

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 24. Juni im Museum zu den Öffnungszeiten Mittwoch bis Samstag von 13 bis 16 Uhr und an den Sonntagen von 13 bis 17 Uhr. An den Sonntagen wird auch jeweils um 15 Uhr eine Führung angeboten.

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