+
Da konnte Dirigent Joseph Rast auch nur applaudieren zur großen Sangesleistung von Markus Brandmair (rechts). 

Musikverein Altomünster

Jahresabschluss mit Pauken und Trompeten

Das Weihnachtskonzert des Musikvereins Altomünster hat Tradition. Und immer wieder ist die Schulturnhalle voll und stellt einmal im Jahr einen stimmungsvollen Rahmen dar.

Von Gisela Huber

Altomünster – Es war einmal mehr ein Weihnachtskonzert, das das Herz eines Blasmusikfreundes nur so hüpfen ließ. Der Musikverein Altomünster zog bei seinem traditionellen Termin wieder alle Register seines Könnens und überraschte die begeisterten Zuhörer mit seiner Stimmenvielfalt. Dirigent Joseph Rast hatte also nicht umsonst mit den Bläsern die wochenlangen Mühen der Probenarbeit auf sich genommen.

Schon die Nachwuchsmusikanten zeigten zu Beginn des Konzerts in der gut gefüllten Schulturnhalle, dass sie weit über ihre ersten Gehversuche hinaus sind und einen guten Weg beschreiten, um auch Teil des großen Orchesters zu werden. Jugenddirigent Michael Güntner hatte mit den 13 Kindern die schönen Stücke „Gran Canaria“, „The Midnight Sun“ und das klassische Weihnachtslied „Jingle Bells“ ausgesucht, die hervorragend wiedergegeben wurden. Den tollen Applaus hatten sich die jungen Musiker auf jeden Fall verdient.

Mit humorvollen Ansagen durch verschiedene Jugendliche des Musikvereins ging es dann hinein in den eigentlichen Konzertabend. Es war schon ein tolles Bild, als die rund 50 Mitwirkenden auf die Bühne einmarschierten und dann gleich loslegten mit abwechslungsreichen Musikstücken.

„Setzen Sie Ihre Duschhaube auf und dann hinein ins Wasservergnügen!“, forderte die Sprecherin heiter auf, doch ganz so wörtlich war das nicht zu nehmen. Dennoch wurde die „Suite aus der Wassermusik“ von Georg Friedrich Händel nicht nur wegen der Länge ein Mammutwerk für die Bläser. Sondern auch die Zuschauer hatten das Vergnügen, die ganze Bandbreite der Instrumente in den vielfältigsten Versionen genießen zu können. Mal ging es ganz feierlich zu, dann wieder tänzelnd locker, mal fröhlich und dann wieder sehr getragen – und alles mit der herrlichen Kraft der Pauken.

Ebenso viel Applaus verdiente sich das Stück „Korobeiniki“, das Dirigent Joseph Rast nach einem russischen Volkslied selbst geschrieben hat. Hier durften die typischen russischen Glockenschläge genauso wenig fehlen, wie das schwermütige und doch lockere Temperament einer Volksweise.

Ein völlig neuer Solopart fand mit dem Gesang von Markus Brandmair Einzug ins Weihnachtskonzert des Musikvereins. Ansonsten kennt man ihn ja nur als Trompeter des Orchesters, doch hier brillierte er als Tenor beim Largo aus der Oper „Xerxes“ von Händel und dem „Caro mio ben“ von Guiseppe Giordano.

Nach der Pause ging es schwungvoll weiter mit dem Marsch „Bayerisch-Schwaben“, den der Musikverein vom Patenverein Bonstetten bekommen hatte. Eine Abordnung der Bonstetter konnte Vorsitzender Michael Güntner begrüßen und ebenso die drei Bürgermeister der Gemeinde, Anton Kerle, Josef Wiedmann und Wolfgang Graf, sowie den Bezirkstagspräsidenten Josef Mederer. Besonders freute es ihn, dass er neben dem Ehrenvoritzenden Rudi Scheuböck auch die drei Ehrenmitglieder Siegfried Sureck, Hermann Well und Konrad Wagner willkommen heißen konnte.

Dann aber waren die „Drei Musketiere“ an der Reihe, ein Stück, ebenfalls aus der Feder von Dirigent Joseph Rast, das mit einem flotten Trompetenspiel von Markus Brandmair sowie Pia und David Burth glänzte.

Richtig gemütlich-böhmisch ging es schließlich in die letzte Runde mit dem „Böhmischen Wind“, der „Böhmischen Liebe“, den „Walzergrüßen aus Oberkrain“ und dem „Gruß aus Böhmen“.

Bevor Michael Güntner den „Defiliermarsch“ als Zugabe dirigieren durfte, dankte zweiter Vorsitzender Simon Riedl gemeinsam mit Carola Schnitzke dem Dirigenten für seine unermüdliche Probenarbeit und überreichte ihm einen kleinen Nerventrunk.

Einen Blumenstrauß gab es für Sieglinde Rast, weil sie ihren Mann immer für die Altomünsterer freistellt. Und weil die Zuhörer so begeistert waren, gab es natürlich eine Zugabe.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Eine Ruine hinter schmuckem Kleid
Seit 2001 ist die Schönbrunner Hofmarkkirche Heilig Kreuz wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, seit 2002 steht das Innengerüst, aber kaum mehr ist bisher geschehen.
Eine Ruine hinter schmuckem Kleid
Weniger Reibereien
Pflegebedürftige alte Menschen aus dem Landkreis Dachau haben bisher ihre Sozialhilfeleistungen vom Landratsamt bekommen. Ab 1. September ist dafür der Bezirk Oberbayern …
Weniger Reibereien
Ist ein Schutzraum für Frauen überflüssig?
Die Aktion „Sicheres Dachauer Volksfest“ ist in diesem Jahr nicht auf dem Dachauer Volksfest vertreten. Für Mädchen und Frauen bedeute dies aber keinen Verlust, betonen …
Ist ein Schutzraum für Frauen überflüssig?
Kochen macht Spaß
Kochen macht Spaß, stellten die 15 Kinder fest, die im Rahmen des Hebertshauser Ferienprogramms in die Schulküche der Grund- und Mittelschule gekommen waren. Eingeladen …
Kochen macht Spaß

Kommentare