Weihnachtskonzert des Musikvereins Altomünster

Ein Jubiläum mit Pauken und Trompeten

Altomünster - Das Weihnachtskonzert des Musikvereins Altomünster hat Tradition. Doch diesmal war es ein ganz besonderes Konzert. Musiker und Besucher haben nämlich auch das 40-jährige Bestehen des Musikvereins gefeiert. Buchstäblich mit Pauken und Trompeten.

Die Turnhalle der Schule Altomünster war am zweiten Weihnachtsfeiertag komplett voll, sehr zur Freude der Verantwortlichen des Musikvereins und natürlich der Musikanten. Für den Vorsitzenden Simon Riedl war es angesichts dieses Besucheransturms mehr als eine Freude, alle Besucher herzlich zum traditionellen Weihnachtskonzert zu begrüßen. Mit dabei waren nicht nur die drei Bürgermeister der Marktgemeinde, Anton Kerle, Josef Wiedmann und Wolfgang Graf, sondern auch die stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki.

Dann sollte aber die Musik sprechen und dies zunächst im sehr gelungenen Auftritt der Vereinsjugend unter ihrem Dirigenten Michael Güntner. Schwungvollmit der „Barcarole“ und dem „Can-Can“ eröffneten die Buben und Mädchen den Musikreigen. Das Märchen vom Aschenbrödel überraschte mit musikalisch eindrucksvollen Szenen der jungen Bläser und einem Märchenvortrag von Irmgard Schmid.

„Wir hoffen dass Käpt’n Michi und seine Crew wieder sicher in den Heimathafen zurückkehren“, wünschten alle mit viel Applaus nicht nur zum Stück „A Sailor’s Adventure“, die Besucher hofften zudem, dass der talentierte Nachwuchs auch im nächsten Jahr zu hören sein wird.

Mit dem Stück „Fanfare“ von Paul Dukas wurde dann ein gelungener Auftakt zum Konzert des rund 40-köpfigen Blasorchesters gesetzt. Kein bisschen Lampenfieber brauchte hinterher Johannes Burth zu haben, denn er spielte mit dem „Andante“ von Camille Saint-Saëns ein so wunderbar feinfühliges Hornsolo, dass ihm viel Beifall sicher war. In Hochform liefen die Bläser unter der bewährten und großartigen Leitung von Josef Rast aber bei ihrer Darbietung von „Nabucco“ von Guiseppe Verdi auf. Hier waren tatsächlich die Pauken und Schlagwerker, die Posaunen und Trompeten, die Klarinette, Oboen, Hörner und Bässe voll gefordert und schafften einen einzigartigen Klangkörper in die schön dekorierte Schulturnhalle. Sie gingen dabei auf alle Nuancen dieses Stücks mit ihren Höhen und Tiefen ein, um von den leisen Tönen aufzubrausen in all die Not der Gefangenen und des Königshauses. Als dann noch der Altomünsterer Elternchor, der von Michaela Richter geleitet wird, als Sänger dazukamen, war das Klangbild des Gefangenenchors vollkommen.

Unter diesen Eindrücken ging es in die Pause, wo die Eindrücke in vielen Gesprächen nachwirkten. Als „Ein Tag der Hoffnung“ mit sehr schönen Fanfarenklängen der Trompeten und Tenorhörner, konnte auch dieser Abend bezeichnet werden, nicht nur das Stück von Fritz Neuböck. Sehr fröhlich und flott wurde mit dem Klassiker der Marschmusik dann der „Florentiner Marsch“ von Julius Fucik geboten und in der Tat ein bisschen Fantasie war gefragt beim niederländischen Stück „The new Village“ von Kees Vlak.

Bevor das Jubiläumskonzert mit der Serenade von Karel Kohout und dem Egerländer Musikantenmarsch von Ernst Mosch zu Ende ging, ergriff noch einmal zweiter Vorsitzender Rudi Scheuböck das Wort und dankte allen Gönnern, Helfern und Musikanten, die mitgeholfen haben, „dass der Musikverein die 40 Jahre überlebt hat“.

Nicht vergessen wollte Scheuböck die Gemeinde, Schulverband und Bauhof, die Gärtnerei Bichl und nicht zuletzt alle Helfer im Hintergrund, die immer wieder solche Konzerte ermöglichen. Flüssiges „Manna“ gab es für die Dirigenten Michael Güntner und Joseph Rast, Blumen für Irmi Schmid, Michaela Richter und Sieglinde Rast.

Die Zugabe war ein Extra-Zuckerl für die Besucher, denn da durfte man nochmal den Elternchor gemeinsam mit den Bläsern hören mit dem Lied „Freude schöner Götterfunken“, das unter donnerndem Applaus einen wunderbaren Schlussakkord setzte.

Gisela Huber

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