Nach Klosterauflösung

Sandgrubenfeld kann nun überplant werden

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge sieht Altomünsters Bürgermeister Anton Kerle die nun vollzogene Auflösung des Klosters. Zum einen gehöre es zur Identität der Marktgemeinde, doch andererseits sei er froh, dass der Besitz nun in die Hände der Erzdiözese fällt.

Somit habe die Gemeinde einen starken Verhandlungspartner für die Weiterentwicklung von Kloster und Ort.

Und hier denkt Kerle insbesondere an das Baugebiet Sandgrubenfeld an der Ruppertskirchner Straße zwischen dem Sportheim des TSV Altomünster und dem Gewerbegebiet. Im Sandgrubenfeld, das zur Hälfte auch dem Birgittenkloster gehört. soll nun möglichst schnell der bereits beschlossene Bebauungsplan umgesetzt werden.

Dabei handelt es sich um 45 Bauparzellen. Angedacht sind Einfamilien- und Doppelhäuser sowie in einem zentralen Bereich zwei Mehrfamilienhäuser.

„Der Bebauungsplan war praktisch unterschriftsreif, aber Schwester Gabriele Konrad konnte keine rechtsverbindliche Unterschrift geben. Jetzt haben wir eben die Rechtssicherheit durch die Diözese als Ansprechpartner“, so Bürgermeister Kerle. Umgekehrt sieht auch die Diözese die Gemeinde und die Pfarrgemeinde als „wichtige Ansprechpartner“ an, wie Generalvikar Peter Beer bei der Pressekonferenz im Erzbischöflichen Ordinariat (wir haben berichtet) betonte.

Als erstes werde das Umlegungsverfahren eingeleitet, also die Neuplanung des Areals. Die Finanzierung und die Abwicklung der Erschließung übernimmt die KFB, eine Art Finanzdienstleister und Erschließungsträger für Kommunen. Der Altomünsterer Gemeindechef rechnet aber damit, dass die Arbeiten noch einmal ausgeschrieben werden müssen. „Hoffentlich zu den gleichen Konditionen“, so Kerle, der im übrigen heilfroh ist, die Parzellen nicht vorher verkauft zu haben. „Sonst wären wir in Schwierigkeiten mit den Bauwilligen gekommen.“ 

Sabine Schäfer

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