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In Aktion: Pater Michael bei einer Kreuzweihe. 

Pater Michael verabschiedet sich nach zehn Jahren

Ein Geistlicher und Freund von Lederhosen

Eigentlich wollte Pater Michael De Koninck nur drei Jahre in Altomünster bleiben. Doch es wurden zehn Jahre daraus. Nun ist für ihn persönlich der Zeitpunkt gekommen, um noch einmal etwas Neues zu wagen.

Von Gisela Huber

Altomünster – Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Sielenbach ließ Pater Michael die Bombe platzen: Zur Jahresmitte wird er Altomünster und den Pfarrverband auf eigenen Wunsch verlassen. Näheres will er im Pfarrbrief erklären. 

Ein bisschen hört man es seiner Aussprache an, dass Pater Michael in Flamen geboren wurde. Doch wuchs er in Deutschland auf. Er wurde zunächst Erzieher und Heilpädagoge, eine Arbeit, die ihn zehn Jahre lang mit viel Freude erfüllte. Doch dann sollte alles anders kommen. De Koninck entschied sich mit 29 Jahren für ein Leben mit Christus und trat ins Spätberufenen-Seminar Bad Neuenahr ein, wo er Theologie und Philosophie studierte. 2005 schloss er sich dann dem Deutschen Orden (OT = Ordo Teutonicus) an. 2007 wurde De Koninck im Kloster Weyarn (Landkreis Miesbach) zum Priester geweiht und bekam darauf hin seine erste Kaplanstelle in Altomünster. 

Pfarrer war damals Pater Norbert Rasim aus dem Kloster Maria Birnbaum in Sielenbach. Bald schon kam es zum Pfarrverbund mit den Pfarreien Wollomoos und Sielenbach und nach dem Weggang von Pater Norbert wurde es nichts mehr mit einem Wechsel von Pater Michael nach drei Jahren, denn er wurde vom Bischof zum Pfarradministrator des Pfarrverbandes bestimmt. 

In den zehn Jahren seines Wirkens hat Pater Michael viel frischen Wind in das damals durch den frühen und plötzlichen Tod von Pfarrer Wolf Bachbauer etwas verwaisten Pfarrei, gebracht. Pater Michael hat es verstanden, die Kinder und Jugend und auch die jungen Erwachsenen wieder für die Kirche zu begeistern und er war gerne mitten unter ihnen – am liebsten ganz zwanglos in seiner Lederhose, die beinahe zu seinem Markenzeichen wurde. Der hoch gewachsene Geistliche war stets bemüht, die ganze Pfarrfamilie zu erreichen, kümmerte sich um die Alten und Kranken und machte mit viel Freude und Überzeugung seine Arbeit als Priester und Freund. Wenn der jetzt 46-Jährige noch einmal etwas Neues beginnen möchte, heißt das für die Altomünsterer, wieder von einem vertrauten Geistlichen Abschied zu nehmen. Kleiner Trost: Pater Michael bleibt in der Diözese. So könnte sich ab und zu der Weg mit seinen Altomünsterer Schäfchen kreuzen. 

Offiziell verabschiedet wird Pater Michael beim Pfarrfest am 1. Juli.

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