Bürgerversammlung in Pipinsried

Bauprojekte schneller realisieren

„Wir sind für die Zukunft gut aufgestellt“ und „Wir wollen schneller werden“ - zwei Aussagen, die Bürgermeister Anton Kerle in seinem Bericht bei der Bürgerversammlung in Pipinsried traf.

Pipinsried – Damit meinte er zum einen, dass die Marktgemeinde ihre Schulden von 21 Millionen Euro (plus zwei Millionen Euro beim Schulverband) auf 15,5 Millionen Euro reduziert habe. Mit seiner zweiten Aussage bezog sich der Gemeindechef, der in Begleitung von zehn Gemeinderäten war, auf das Thema Bauleitplanungen und Bauen. Kerle zeigte aber auch die Hürden für schnelles Bauen auf, die auf strikteren Auflagen basieren.

Kritisiert wurde bei früheren Versammlungen oft das unterbesetzte Bauamt. Jetzt habe man das Personal verstärkt, so Anton Kerle. 31 Bauleitplanungen seinen momentan in Planung, darunter die „Äußere Untere Hauptstraße“ in Pipinsried.

Themen wie etwa das Naturbad wurden wie schon in den Bürgerversammlungen zuvor auch im Gasthaus Lampl angesprochen. 43 Teilnehmer waren erschienen. Georg Ott fragte nach, was dran sei, dass alte Lehrerhaus abgerissen werde für ein neues Feuerwehrhaus. Das sei keine Option, so Anton Kerle. Ursprünglich sei angedacht gewesen, das neue FW-Haus nahe des FCP-Geländes zu errichten. Doch man richte sich nach den Bedürfnissen der Wehr und halte es mittlerweile für besser, analog der Lösung in Hohenzell, neben dem bestehenden Gelände etwas zu entwickeln.

Ein Thema war zudem der soziale Wohnungsbau. Kerle erklärte dazu die Vorteile der landkreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft, die keinen Gewinn erzielen müsse und andere Wohnformen erschwinglich mache. Es sei nicht mehr für jeden erschwinglich und auch nicht für jeden erstrebenswert, ein eigenes Haus zu haben. Das klassische Einfamilienhaus sei heute nicht mehr für jeden das Maß der Dinge, betonte der Gemeindechef.

Den Punkt schloss Josef Lachner ab mit dem Kommentar: „Wir haben in schlechten Zeiten Häuser gebaut. Da werden wir es in guten Zeiten wohl auch hinbringen.“

Georg Ott monierte zudem Huckel auf der Strecke zwischen Schauerschorn und Oberzeitlbach, die vor allem für Radfahrer nicht ungefährlich seien. Außerdem wollte er wissen, was die Gemeinde wieder leisten müsse, sollte der FCP erneut in die Regionalliga aufsteigen. Anton Kerle sah keinen allzu großen Handlungsbedarf. Die Parksituation habe sich eingependelt. Wenn es wieder Spitzenspiele gebe, müsse natürlich etwas unternommen werden, „auch wenn der Verband viel auf uns abwälzt“, so Kerle. Aber man habe Lehren gezogen aus dem Jahr 2018. SABINE SCHÄFER

Die nächste Bürgerversammlung findet am Mittwoch, 19 Uhr, beim Kramerwirt in Hohenzell statt.

sas

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