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Gemeindehaushalt: Positiver als gedacht

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Eurozeichen auf einer 100-Eurobanknote
Die Zahlen für den Gemeindehaushalt in Altomünster sind besser als vermutet. © IMAGO / Frank Sorge

Die Zahlen für den Haushalt der Gemeinde Erdweg entwickelten sich besser als vermutet, doch es gibt auch schlechte Nachrichten: Nicht alle für heuer geplanten Maßnahmen können erledigt werden.

Altomünster – Der Haushalt 2022 der Marktgemeinde Altomünster stellt sich weit positiver dar, als Kämmerin Andrea Niedermayr noch heuer im Frühjahr vorausgesagt hatte.

Bürgermeister Michael Reiter zeigte sich in seinem kurzen Resümee daher sehr erfreut über den Zwischenbericht zur Abwicklung des Etats 2022. Insbesondere stellte der Gemeindechef heraus, dass speziell bei der Gewerbesteuer Mehreinnahmen von einer Million (angesetzt waren 2,7 Millionen Euro) sowie bei der Einkommensteuer rund 200 000 Euro (Ansatz: 5,8 Millionen Euro) mehr generiert werden konnten – trotz Corona und sonstiger Krisen.

Trotz erfreulicher Haushaltszahlen bleiben manche Projekte in Altomünster heuer auf der Strecke

Der Wermutstropfen: Nicht alle für heuer geplanten Maßnahmen können erledigt werden. So müssen einige Grundstückskäufe (Ansatz Grunderwerb allgemein: 1,4 Millionen Euro; voraussichtliches Ergebnis: 608 000 Euro) und Kanalsanierungen wie in der Aichacher Straße aufs nächste Jahr verschoben werden.

Durch die höheren Gewerbesteuereinnahmen steigt zudem die Gewerbesteuerumlage um knapp 113 000 Euro auf 418 000 Euro. Bei den Personal- und Sachausgaben im Verwaltungshaushalt erwartet die Kämmerin ebenfalls keine größeren Haushaltsüberschreitungen, weshalb sie mit einer größeren Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 1,78 Millionen Euro (Ansatz: 683 000 Euro) rechnet.

Schulden schrumpfen

Und: Die vorsichtshalber eingestellte Kreditaufnahme von 1,7 Millionen Euro wird nicht benötigt. Sogar die Schulden schrumpfen um 585 000 Euro (Ansatz 649 000 Euro). Andrea Niedermayr legte auch die Jahresrechnung 2021 vor, bei der sie überwiegend Mehreinnahmen sowie Minderausgaben verzeichnen konnte. Insbesondere fallen hier Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 3,38 Millionen Euro ins Auge. Angesetzt waren 2,2 Millionen Euro. Um 370 000 Euro höher war auch der Anteil an der Einkommensteuer (Ergebnis 2021: 5,77 Millionen Euro).

Aufgrund der erzielten Mehreinnahmen sowie Minderausgaben konnte anstatt der mit 475 000 Euro angesetzten Zuführung zum Vermögenshaushalt daher ein Betrag von 2,9 Millionen Euro in den Vermögenshaushalt übertragen werden.

Auch der Schuldenstand hat sich um 562 000 Euro auf 14,5 Millionen Euro verringert. Davon sind 12,6 Millionen Euro sogenannte rentierliche Schulden für die gebührenfinanzierte Abwasserbeseitigung, 1,92 Millionen Euro für sonstige Maßnahmen wie Feuerwehr und Kindergarten. Neue Kredite mussten in 2021 nicht aufgenommen werden.

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Sabine Schäfer

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