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Die Frau aus Zelle 13: Claudia Schwarz wehrt sich gegen den Auszug aus dem Kloster.

Postulantin Claudia Schwarz will Kloster Altomünster nicht verlassen

Um Gottes Willen

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Der einsame Kampf einer Postulantin geht in die nächste Runde: „Claudia Schwarz gegen Freistaat Bayern“ lautet der Titel des Prozesses am Verwaltungsgericht in der Bayerstraße in München am morgigen Donnerstagvormittag. Hintergrund ist die Klage der Postulantin (Vorstufe zur Novizin) gegen eine Nutzungsuntersagung des Klosters Altomünster – in dem sie so lange leben möchte, bis der Vatikan eine endgültige Entscheidung über das Schicksal des Klosters gefällt hat.

Altomünster - Erst im Dezember trafen sich die Vertreter der Erzdiözese (als Rechtsnachfolger des aufgelösten Brigittenordens) und die 39-Jährige, die selbst Rechtsanwältin ist, vor den Schranken des Landgerichts in München. Und auch gegen eine Räumungsklage und schließlich die Zwangsvollstreckung, die die Erzdiözese betrieben hatte, ging Schwarz erfolgreich vor. Dazu legte sie Beschwerde bei der Apostolischen Signatur in Rom ein.

Claudia Schwarz will Ordensfrau werden und ist davon überzeugt, dass es Gotteswille sei, dass das Kloster Altomünster weitergeführt wird. Ihr Gottvertrauen sei stark, ließ sie wissen, und dass sie das Stundengebet fortführen werde.

Der Zwist schwelt seit rund einem Jahr. Im Februar 2017 war die letzte Schwester Appollonia Buchinger aus dem Birgittenkloster ausgezogen. Auch sie hatte sich monatelang geweigert, aus dem maroden, 520 Jahre alten Kloster auszuziehen, nachdem die Entscheidung der Vatikanischen Ordenskongregation schon im Dezember 2015 gefallen war, das Kloster aufzulösen.

Die Gemeinde Altomünster plant bereits seit Jahren, ein Baugebiet am sogenannten Sandgrubenfeld zu verwirklichen, hat dafür bereits rund 1 Million Euro ausgegeben. Zur Hälfte gehört das Areal der Gemeinde, zur anderen Hälfte der Kirche. Die Kirche verkauft aber erst, wenn niemand mehr im Kloster lebt. Bürgermeister Anton Kerle ist nicht gut auf Claudia Schwarz zu sprechen und hält mit seiner Verärgerung auch bei öffentlichen Veranstaltungen, etwa Bürgerversammlungen, nicht hinter dem Berg. „Ob und wann das mit dem Baugebiet funktioniert, wissen wir nicht“, seufzt er. Rund 40 Bauparzellen mit Ein- und Mehrfamilienhäusern sollen dort entstehen. Auch sozialer Wohnungsbau ist im Gespräch.

Doch solange Postulantin Claudia Schwarz in Zelle 13 lebt und weiter ihr Stundengebet fortführt, ist alles in der Schwebe. 

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