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Die Aufstockung der Radlhalle, profilgleich zum Nebengebäude, ist vom Tisch. Jetzt muss umgeplant und auch die schulaufsichtliche Genehmigung neu eingeholt werde n. 

Schule Altomünster

Riegelbau vom Tisch, Zeitplan unsicher

Im Oktober schien der stetig wachsende Platzbedarf der Schule Altomünster und vor allem der Mittagsbetreuung so gut wie gelöst. Durch den Einwand eines Anliegers ist seit Dienstagabend aber alles wieder auf Anfang gedreht.

Von Sabine Schäfer

Altomünster Einstimmig hatte die Schulverbandsversammlung im Oktober die Überbauung der nur mehr als Lagerhalle genutzten Radlhalle samt Trafohäuschen und Hausmeistergarage befürwortet. Ein profilgleicher Anbau zur bereits überbauten Hausmeisterwohnung sollte es werden. Die Planung, die Bürgermeister Anton Kerle und Geschäftsleiter Christian Richter in der fast dreistündigen Schulverbandsversammlung am Dienstagabend vorlegten, wurde allerdings gekippt.

Wolfgang Grimm nämlich, Gemeinderat und  unmittelbarer Nachbar, hatte im Namen noch weiterer Anlieger Einwendungen erhoben gegen den dann „massiven Riegel“ von 55 Metern, der zudem die Lärmemissionen von der Straße her reflektieren würde. Grimm schlug in seinem Schreiben und in der Sitzung, in der er Rederecht erhielt, vor, die „minderwertig genutzte“ Radlhalle auf ganzer Länge zu sanieren, den Trafo auszulagern und einen Zugang zum Pausenhof einzubauen. Sollte dann immer noch Platzbedarf bestehen, könnte der Schulverband an einen seitlichen Erweiterungsbau in Richtung Feuerwehrzufahrt denken. Wolfgang Grimm geht von geringeren Kosten als bei einer Aufstockung (700 000 Euro) aus, denn immerhin erspare man sich das Treppenhaus.

Die Lärmemissionen vom Pausenhof her nahm Wolfgang Grimm in seinem Schreiben ausdrücklich aus. Deswegen griffen auch nicht die Versuche des Gemeindechefs und des Geschäftsleiters nicht, Grimm eine bauliche Abtrennung zum Pausenhof schmackhaft zu machen. Auch eine Änderung der geplanten Blechfassade (in Angleichung des bereits bestehenden Aufbaus) in eine Putzfassade änderte Grimms Meinung nicht. Es sei bewiesen, dass ein solcher Riegel den Schall potenziere. Christian Richter sprach von einem kompakten Gesamtbau, der jetzt nicht mehr verwirklicht werde. Der Fertigstellungstermin im Oktober könne ebenfalls nicht mehr eingehalten werden. Richter sagte aber auch: „Wir brauchen nichts zu beschönigen. Das ganze Feld ist eine Betonwüste.“

Verbandsrat Wolfgang Graf sprach sich nun dafür aus, das bestehende Gebäude zu nutzen, zumal die Schülerzahlen rückläufig sind. Markus Hagl bezeichnete die Aufstockung ebenfalls als „dominant“. Am Ende wollte die Mehrheit nicht mehr an der ursprünglichen Planung festhalten. Statt dessen wird die Alternativplanung in Auftrag gegeben.

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